Oederaner Kunst in Dresden gewürdigt

Schau Sonderausstellung "Volkskunst-jetzt - Made by me in Saxony"

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Im Dresdner Jägerhof sind derzeit Arbeiten aus der Volkshochschule zu sehen. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Seit Mitte Juni ist die Volkskunstschule Oederan mit rund zwei Dutzend Exponaten in der Sonderausstellung "Volkskunst-jetzt - Made by me in Saxony" im Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden vertreten. So unter anderem mit der Mappe, die anlässlich von 25 Jahren DDR entstand und einer Hörstation vom Medienprojekt "Von Menschen und ihrer Kunst" vom Oktober 2016.

"Wir sind in der Ausstellung also gut repräsentiert, vor allem im größten der drei Räume, die sich alle der Volkskunst widmen", so Rolf Büttner. Den Leiter der Volkskunstschule freut besonders, dass zur Ausstellung auch Workshops gehören. So wird Kursleiterin Constanze Riedel-Sturge am 19. und 20. August mit Interessenten Pappmaché-Vögel fertigen, während Diplom-Designer Günter Wittwer am 14. Oktober einen Kurs im Korbflechten, einem aussterbenden Handwerk, anbietet.

Seit über 100 Jahren existiert das Kunstmuseum

Das Museum für Sächsische Volkskunst im Dresdner Jägerhof wurde 1913 von Oskar Seyffert gegründet. Der Professor an der Königlichen Kunstgewerbeschule, der 1897 bereits den Verein für Sächsische Volkskunde gegründet hatte, wollte traditionelle Formen der Volkskultur und damit das bildnerische und kreative Schaffen jenseits der klassischen Künste, das meist eingebunden in traditionelle handwerkliche oder häusliche Fertigung war, bewahren, das im Zuge der Industrialisierung zu verschwinden drohte.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museum erheblich zerstört und nach dem Krieg als erstes der Dresdner Museen renoviert und 1952 wiedereröffnet. Seit 1968 gehört es zum Verbund der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Ausstellung im Jägerhof kann täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr besucht werden. su