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Vogtland

Ort kämpft um Förderung

Ausbau Bürgermeister verfolgt eine "abgespeckte Variante"

Die Sanierung des Colosseums gehört in den nächsten Jahren zu den Schwerpunkten im Investitions-Programm in Remse. Das Vorhaben soll mit Unterstützung von Fördergeldern aus dem Leader-Programm für den ländlichen Raum in Angriff genommen werden. Bisher ist aber ungewiss, wann die Zuschüsse in die 1700-Einwohner-Gemeinde fließen.

Der Komplex, der sich direkt an der Bundesstraße 175 befindet, wurde bis 1998 als Gaststätte und bei der Jugend beliebtes Tanzlokal genutzt. In den vergangenen Jahren war das Colosseum, was sich im Besitz der Gemeinde befindet, aber dem Verfall preisgegeben. Die Räume konnten zuletzt - nach notdürftigen Reparaturen - unter anderem wieder für Ausstellungen der Kleintierzüchter und Veranstaltungen der Feuerwehr genutzt werden. Bürgermeister Joachim Schuricht (Bürgerinitiative) hat als potentielle Nutzer der geplanten Mehrzweckhalle neben den Vereinen auch die Grundschule und die Kindertagesstätte im Blick. In der Vergangenheit wurden die Kosten für das Projekt stets auf 750.000 Euro beziffert. Joachim Schuricht peilt eine "abgespeckte Sanierungsvariante" an, die vielleicht schätzungsweise rund 375.000 Euro kostet. "Das klappt aber nur, wenn wir dafür auch die Fördermittel bekommen", sagt der Bürgermeister.

Was nur wenige jüngere Generationen wissen: Das Colosseum hat eine interessante Geschichte. Hinter dem Gebäude stand 35 Jahre lang eine Ball- und Konzerthalle. Sie wurde 1886 errichtet und 1919 von einer Brauerei abgerissen. Zu den Veranstaltungen kamen bis zu 1600 Besucher. Die Gäste sind damals sogar mit Sonderzügen aus Dresden und aus Zwickau angereist.



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