In Lunzenau wird es in diesem Jahr rund um die Einweihung der Osterkrone besonders lebendig. Erstmals lädt der Heimat- und Kulturverein Lunzenau und Umgebung e. V. rund um die Einweihung des Brunnens zu einem Ostermarkt ein. Besucher können sich am 28. März von 10 bis 14 Uhr auf einen frühlingshaften Vormittag mit regionalen Händlern, Kinderprogramm und Vereinsleben freuen.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der geschmückte Brunnen, sondern auch das gemütliche Bummeln über den kleinen Markt. Zahlreiche regionale Anbieter präsentieren handgemachte Produkte und Osterdekorationen. Auch an eine Schlecht-Wetter variante wurde gedacht. Denn dann findet eine kleinere Variante davon im Bürgersaal im Rathaus statt.
Handgemachtes, Blumen und Osterdeko
Zu den geplanten Ständen gehören unter anderem „Häkelliese“ Juliane Thieme-Sittner mit Häkelarbeiten, Frau Wermann mit getöpferten und genähten Produkten sowie Frau Berthold aus Arnsdorf mit selbst gebastelten Dekoartikeln. Auch Katharina Schmidt bietet geplottete und gelaserte Dekorationen an, während Familie Kunz getöpferte Stücke mitbringt.
Frühlingshafte Arrangements kommen von „Unverblümt“ aus Cossen, dem Blumenhaus Böhme sowie dem Blumenhaus Tartsch. Ergänzt wird das Angebot durch ein kleines Büdchen mit Ostereiern, Ostergras, Dekoration, Honig und Kaffee.
Vereine sorgen für Essen und Programm
Auch die Vereine aus Lunzenau bringen sich ein. Der Feuerwehrverein steht am Grill und bietet Roster, Steaks und Buletten an. Der Sportverein kümmert sich voraussichtlich um die Getränke. Außerdem wird der Heimatverein wieder Brote backen und mit verschiedenen Aufstrichen servieren.
Für Unterhaltung sorgen die Schulen: Die Grundschule möchte ein kleines Theaterstück aufführen und Lieder präsentieren, geplant ist der Auftritt gegen 10.30 Uhr. Auch Schülerinnen und Schüler der Oberschule beteiligen sich musikalisch.
Der Schützenverein bereitet zudem einen traditionellen Schuss vor. Für Technik und Organisation der Beschallung sorgt Markus Thom, sowie Rolf Heyer, der für die elektrische Versorgung verantwortlich ist.
Die Veranstaltung wird offiziell vom Bürgermeister eröffnet.
Eine Tradition, die vor 22 Jahren begann
Die Geschichte des Lunzenauer Osterbrunnens reicht inzwischen 22 Jahre zurück. Ins Leben gerufen wurde die Tradition einst von Christine Berthold vom Heimatverein – gemeinsam mit Schulkindern aus der Region. Vor zwei Jahren ist sie verstorben. Seitdem hat Margit Schmelzer aus dem Verein die Organisation übernommen.
Die Vorbereitungen beginnen schon Tage vor der Einweihung. Fünf Tage vorher treffen sich die Vereinsmitglieder, um gemeinsam die große Osterkrone zu binden. Das nötige Reisig dafür kommt jedes Jahr von der Familie Harzendorf aus Cossen.
Für das kreative Konzept sorgt Gisela Reichel, die sich jedes Jahr eine neue Farbgestaltung überlegt. Danach werden die vielen Ostereier von den Vereinsmitgliedern an der Krone angebracht – ein Stück Handarbeit, das viel Geduld und Liebe zum Detail erfordert.
Bisher wurde die Krone traditionell an einem Freitagvormittag auf den Brunnen gesetzt. Weil diese Zeit für viele Familien ungünstig war, entstand im Verein die Idee, die Einweihung künftig mit einem Ostermarkt zu verbinden und so mehr Menschen zusammenzubringen.
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