Papierfabrik öffnet Tore und Archiv

Ausstellung 475 Jahre Peniger Papier

Penig . Am 3. November öffnet die Schoeller Technocell Penig von 9 bis 14 Uhr zum Tag der offenen Tür ihre Pforten. Seit 475 Jahren wird in Penig Papier produziert und damit gehört die Papierfabrik in der Muldestadt zu den ältesten produzierenden Standorten in Deutschland. Der Glauchauer Burckhardt Schmidt errichtete 1537 in Penig eine Papiermühle und legte damit den Grundstein für die traditionsreiche Geschichte der Papiererzeugung. Aus diesem Anlass verfasste Heiner Unger eine Firmenbroschüre. Außerdem begann er vor acht Jahren gemeinsam mit Johannes Mädel mit dem Aufbau eines Traditionskabinetts, welches sich auf dem Gelände von Technocell befindet. Begleitend zum Jubiläum eröffnete in Karstas kleinem Kino eine Ausstellung, die bis zum 3. November zu sehen ist. Verschiedene Schautafeln zeigen frühere Fotos, Dokumente und den geschichtlichen Verlauf. Kinoinhaberin Karsta Hönicke berichtet, dass auch ihre Familie über 100 Jahre mit der Papierfabrik verbunden war. Im jetzigen Kino- und Ausstellungsraum befand sich früher eine Druckerei, die von ihrem Urgroßvater Heinrich Hausemann gegründet wurde, nachdem er sich mit einem Papierhandel selbstständig gemacht hatte. 1974 schloss das Familienunternehmen seine Pforten. Am 3. November werden aller halben Stunde geführte Rundgänge durch das Werk angeboten. Im historischen Archiv erfahren Besucher Näheres über die 475-jährige Geschichte der Papierherstellung. Führungen bitte anmelden unter der Telefonnummer 037381/880.