Partnerstädte feierten zusammen

Einheit 25 Jahre Wiedervereinigung wurden gewürdigt - Politiker sind stolz auf das Erreichte

Mit Festveranstaltungen am 25. Jahrestag der Wiedervereinigung wurde in der Region dem Ende der deutschen Teilung gedacht. Dabei waren vielerorts Besucher aus den Partnerstädten in den alten Bundesländern zu Gast, die die Entwicklung seit den Ereignissen im Oktober 1990 in ihrer Heimat, aber auch in den neuen Bundesländern aufmerksam mitverfolgt haben. "Wir sind weit gekommen", sagte Manfred Scharfenberger, Bürgermeister der Oberlungwitzer Partnergemeinde Römerberg-Dudenhofen, bei der Festveranstaltung in Oberlungwitz. Dennoch müsse mit den Anstrengungen fortgefahren werden, da längst noch nicht alles vollendet ist. Die aktuellen Herausforderungen wie die Asylproblematik, aber auch zukünftige Probleme seien aber nicht mehr Aufgaben von West oder Ost, sondern gesamtdeutsche Themen.

In Hohenstein-Ernstthal waren mit Hans-Theo Meinicken (Rheinberg), Dieter Gummer (Hockenheim) und Hans Steindl (Burghausen) die Bürgermeister dreier Partnerstädte nebst einigen Begleitern angereist und hatten Geschenke und lobende Worte für Stadtchef Lars Kluge und die gesamte Kommune dabei. Vor allem Hans Steindl, der schon vor der Wende mehrfach mit Schülergruppen aus Bayern in die ehemalige DDR gereist war, schätzt die Leistungen im letzen Vierteljahrhundert als beeindruckend ein. "Wir haben unheimlich viel geleistet. Wir können stolz darauf sein", so Steindl, der aber auch zugab, dass Fehler gemacht wurden. Diese rechtfertigen seiner Meinung nach aber auch nicht, dass aktuell in der Debatte rund um die Asylproblematik sehr unsachlich Kritik am Staat und seinen Behörden geäußert wird.