Pfefferkuchenhaus - Kaufen oder selber backen?

Tradition Burgstädter Bäckerei verkauft die kleinen Kunstwerke

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Filialleiterin Mirella Zickmann mit zwei Pfefferkuchenhäuser aus eigener Produktion. Foto: Andrea Funke

Region. Im Märchen "Hänsel und Gretel" wohnt die böse Hexe in einem Pfefferkuchenhaus. Die Hexe ist alt und hässlich, das Pfefferkuchenhaus dagegen ist lecker und zieht die Kinder an. Nur zu gern möchten sie davon kosten. Früher gab es in der Weihnachtszeit allerorts Pfefferkuchenhäuser zu kaufen. Wer jetzt solch ein leckeres Backwerk kaufen will, muss auf intensive Suche gehen oder sich selbst eins backen.

Nachfrage nach den Häuschen ist groß

In der Burgstädter Bäckerei und Konditorei "Zum Kirchbäck" werden Lebkuchenhäuser auf zwei Berliner Weihnachtsmärkte verschickt. Es ist eine Kombination aus Baumkuchen und Lebkuchen. Das ganze wird hübsch dekoriert und fertig ist das Pfefferkuchenhaus. Die Produktion ist aufwendig und das Backwerk ist sehr temperaturempfindlich. Aus diesen Gründen sind auch die meisten Bäckereien in den letzten Jahren davon abgegangen.

"Wir hatten im letzten Jahr eine Nachfrage. Die individuelle Anfertigung nach Kundenwunsch war dem Kunde dann doch zu teuer", berichtet Peggy Sparschuh von der Peniger Bäckerei Sparschuh-Helbig. "Bei der Gestaltung kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen. Es ist eine wunderschöne kreative Arbeit. Aber durch die Handarbeit natürlich auch teuer", berichtet Peggy Sparschuh, die in ihrer Lehre in der Konditorei ein Pfefferkuchenhaus mal anfertigen durfte.

Nicht überall bekommt man sie noch

In der Bäckerei wird stattdessen frischer Lebkuchen- und Plätzchenteig verkauft, der ist gut nachgefragt in der Adventszeit. In der Bäckerei Paulig in Altmittweida gibt es auch seit Jahren keine Pfefferkuchenhäuser mehr. "Der Aufwand und die Kosten sind zu hoch", stellt Michael Paulig, Konditor- und Bäckermeister, fest.

Stattdessen werden verschiedene Lebkuchen nach einem alten Familienrezept hergestellt. Das Rezept stammt noch vom Urgroßvater und wird nun in vierter Generation für den speziellen Spitzkuchen verwendet. Die in Dreiecke geschnitten mit Marmelade gefüllten Lebkuchen sind mit Kuvertüre überzogen. Abgepackt in 300 Gramm Beutel gelangen sie in den Verkauf.