Pflege im Bahnhof

Projekt Entkernung und Teilabriss beginnt in Kürze

Knapp hundert Gäste waren der Einladung des Vereins Generationsbahnhof Erlau gefolgt. "Neue Wege in der Pflege" unter dieses Thema hatte Vereinschefin Jana Ahnert dieses dritte Treffen gestellt und dazu auch Knut Bräunlich, Geschäftsführer der Sozialservice Rochlitz (SSG) eingeladen. "Wir haben jetzt Konzepte für die Tagespflege und den ambulanten Pflegedienst erstellt, die wir für den Erlauer Generationsbahnhof entwickelt haben. Wir suchen nun geeignetes Personal", erklärt Knut Bräunlich. Mit der SSG ist ein Partner gefunden der den Gedanken des Generationsbahnhofes mitträgt und umsetzen will.

Gleichfalls werteten Studierende der Hochschule Mittweida von der Fakultät Soziale Arbeit ihre Bürgerbefragung von Erlau und Schweikershain aus. "Das Fazit können wir in der Aussage eines 77-Jährigen zusammenfassen: Dran bleiben und durchziehen. Das unser Bahnhof wieder einen Nutzen hat", berichtet Professor Stephan Beetz, Projektleiter. Der Bahnhof habe einen symbolischen Charakter. Die Einwohner wollen, dass der Schandfleck verschwindet und wieder zu neuem Leben erweckt wird. Er soll ein Bindeglied zwischen Jung und Alt werden. Jana Ahnert erhielt weitere Vorschläge von den Einwohnern für das Leben im Generationsbahnhof. Es soll der Ersatz für eine fehlende Gaststätte werden, ein Treff wo Skat gespielt werden kann und ein gemütlicher Platz zum Quatschen, quasi eine Gartenbank von Erlau. Im Generationsbahnhof entstehen ein ehrenamtlicher Bürger- und ein professioneller Dienstleistungsbereich, die sich gegenseitig unterstützen. Erlaus Bürgermeister Wolfgang Ahnert rechnet mit 500.000 Euro Fördermitteln. "Start der Entkernungsarbeiten soll noch in diesem Jahr erfolgen und die Eröffnung im Dezember 2016 ist ein sportliches Ziel von uns", erklärt das Gemeindeoberhaupt. "Wir haben die Chance, hier in Erlau mit dem Generationsbahnhof einen Ort zu entwickeln, der passgenau auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Einwohner zugeschnitten ist. Der Kontakt zu den Bürgern ist uns sehr wichtig, um ihre Vorstellungen mit einfließen zu lassen", so Vereinschefin Jana Ahnert.