Pilger bekommen im Muldental Orientierungshilfe

Beschilderung "Lutherweg in Sachsen" wird in den regionalen Kommunen mit Hinweistafeln bestückt

Region. 

Der neue "Lutherweg in Sachsen" nimmt Gestalt an. Fast die Hälfte des Pilgerweges, der zukünftig durch insgesamt 53 Kommunen führen wird, ist bereits fertiggestellt. Darüber informierte Katharina Sparrer, Geschäftsführerin vom Tourismusverband "Sächsisches Burgen- und Heideland" mit Sitz in Waldheim, der zugleich für die gesamte Koordination des rund 880.000 Euro teures Projektes verantwortlich ist. Die finanziellen Mittel dafür stellt die Europäische Union und das Land Sachsen als auch die am Pilgerweg beteiligten Kommunen zur Verfügung. Die Arbeiten gehen voran, die Ausschilderung läuft seit 2013", erklärte Sparrer. Auf einem der Abschnitte zwischen Torgau, Leipzig bis Zwickau ist sie mittlerweile komplett fertiggestellt. Die letzten Hinweistafeln wurden dort in der zurückliegenden Woche für die Pilgerer installiert. Laut Sparrer soll die Ausschilderung des sächsischen Lutherweges im Sommer 2014 beendet sein.

Der Lückenschluss erfolge dann 2015, sagte sie. Der Pilgerweg wird künftig auch durch Rochlitz führen. Die Stadt, Kirchgemeinde sowie das Schloss beteiligen sich dort zusammen mit 3.000 Euro insgesamt drei Jahre lang am Lutherweg, obwohl der Reformator die Muldenstadt nie kennenlernen durfte. "Und dennoch ist Rochlitz ein sehr wichtiger Ort der Reformation", betont Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt. Elisabeth von Rochlitz, die eine Anhängerin von Martin Luther als auch eine der wohl einflussreichsten Frauen der Reformationszeit gewesen ist, lebte und wirkte zwischen 1537 und 1547 auf dem Rochlitzer Schloss. Sie hielt dort recht engen Briefkontakt mit dem Reformator. Darüber erzählt bis Oktober auch eine große Sonderausstellung auf dem Schloss.

Dessen Geschichte, so sagte Arndt, passt hervorragend ins Gesamtkonzept des Lutherweges, der in den nächsten Jahren auch touristisch beworben werden soll. "Ziel dabei ist, mehr Besucher anzulocken und unsere Stadt noch bekannter zu machen", sagte Arndt.