Pionierin im Ehrenamt: Erste Frau leitet Feuerwehr in der Region

Von klein auf mit der Feuerwehr verbunden

Freiberg

Dass Frauen heute selbstverständlich zur Feuerwehr gehören, ist längst gelebte Wirklichkeit. Umso bemerkenswerter ist es, wenn eine junge Frau namens Maria Euringer in einer so verantwortungsvollen Position das Vertrauen einer ganzen Wehr erhält. In Kleinwaltersdorf ist genau das nun geschehen. Dort steht ab sofort erstmals in der Region eine Frau ehrenamtlich an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr.

Ihre Geschichte mit der Feuerwehr begann praktisch schon in der Kindheit. Ihr Vater, selbst Feuerwehrmitglied, sagt mit einem Lächeln, sie sei wohl eher bei der Feuerwehr gewesen, als sie laufen konnte. So wuchs sie ganz selbstverständlich mit Gemeinschaftssinn, Zusammenhalt und Verantwortungsgefühl auf. Seit dem Jahr 2000 gehört sie zur Feuerwehr und hat sich mit großem Engagement, Fachwissen und Beharrlichkeit Schritt für Schritt zur Führungskraft entwickelt.

Verantwortung mit Erfahrung und Vertrauen

Schon früh übernahm sie Verantwortung bei Einsätzen und führte in einzelnen Situationen auch Einsatzabschnitte. Seit 2013 leitet sie die Jugendfeuerwehr und prägte dort mit viel Herzblut Teamgeist, Verlässlichkeit und Nachwuchsarbeit. Dass die Kleinwaltersdorfer Feuerwehr heute auf genau 58 Mitglieder blicken kann, spricht auch für ihren Einsatz. Dazu gehören 26 aktive Einsatzkräfte, sechs Mitglieder in der Ehrenabteilung, 13 in der Jugendfeuerwehr und weitere 13 in der Kinderfeuerwehr. Diese starke Nachwuchsquote ist ein großes Pfund für die Zukunft.

Ein offenes Ohr für die Kameradschaft

Als Frau musste sie sich ihren Platz in der Führung zusätzlich erarbeiten, Vertrauen gewinnen und sich behaupten. Heute leitet sie souverän Versammlungen, vertritt die Feuerwehr nach außen, erstellt Dienstpläne, erarbeitet Berichte und Statistiken, begleitet Wartungstermine und bildet sich regelmäßig weiter. Besonders wichtig ist ihr dabei stets ein offenes Ohr für alle Kameradinnen und Kameraden.

Ein Vorbild für künftige Generationen

Für die kommenden fünf Jahre trägt sie nun die Verantwortung als Chefin der Ostfeuerwehr in Kleinwaltersdorf. Beruflich arbeitet sie bei der Berufsfeuerwehr in Freiberg und ist auch dort ausgebildete Führungskraft. Privat liebt sie die Natur, fährt gern Fahrrad, ist ein familiärer Mensch und verbringt ihre freie Zeit am liebsten mit ihrer achtjährigen Tochter. Mit Fachlichkeit, Menschlichkeit und klarer Haltung ist sie ein starkes Vorbild für ihre Feuerwehr und weit darüber hinaus.

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