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Platz für Demokratie und Toleranz

Stadt Dietrich Bonhoeffer wird Areal gewidmet

Limbach-Oberfrohna. 

Der Platz zwischen Kirche und Rathaus wird in Dietrich-Bonhoeffer-Platz benannt. Das entschieden die Stadträte in ihrer jüngste Sitzung. Dieses Areal hieß bis 1945 "Platz der Nationalen Erhebung" und wurde danach nicht wieder benannt. Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Limbach-Kändler hatte angeregt, das Fleckchen, auf dem sich eine Rasenfläche, Fußwege und Bürgerstiftungssäulen befinden, in Dietrich-Bonhoeffer-Platz zu benennen. "Er sollte in Gedenken an den 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges 2015 sowie den 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer, ebenfalls im nächsten Jahr, so benannt werden", heißt es in der Begründung. Die Verwaltung begrüßt auch vor dem Hintergrund des Präventionsgedankens den neuen Namen des Platzes: "Damit wird das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes aufrechterhalten und auf die Gefahren des rechtsextremistischen Gedankengutes hingewiesen."

Dietrich Bonhoeffer war als Theologe am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt und wurde am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg auf Befehl Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet. "Wir können mit diesem Platz gemeinsam mit der Kirche Flagge zeigen für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus", sagte Oberbürgermeister Hans-Christian Rickauer.