Plaudernde Gemälde auf der Rochsburg

Freizeit Projektwoche im Ferienhort Lunzenau mal anders

Rochsburg. 

Rochsburg. Ferienzeit auf dem Schloss verbrachten letzte Woche 15 Mädchen und Jungen aus dem DRK Hort Lunzenau. Die spannende Projektwoche fand auf der Rochsburg Dank des Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnis für Bildung" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung statt. Dabei wurden die Porträts der Ahnengalerie im Museum zum Sprechen gebracht. Nils Kochan und Eva Bredow vom "Kofferstudio" unterstützen die Kinder dabei.

"Wir verwenden die Gesichtsanimationssoftware Crazy Talk und damit lernen die Gesichter aus der Galerie sprechen. Die Kinder fotografieren die Gemälde. Die werden dann digital nachbearbeitet und mit den Stimmen der teilnehmenden Kinder animiert", erklärt Nils Kochan.

Im Vorfeld dazu lernten die Schüler spielerisch die Schlossgeschichte kennen. Dazu gehörte auch, dass sich die Kinder mit historischen Kostümen verkleideten und fotografiert wurden. "Mir gefällt das alles gut, es ist sehr interessant. Besonders die Fotos von uns mit und ohne Kostüm zum Vergleich sind toll", sagt Amelie aus der 3. Klasse. Ihre Mitschülerin Pauline ist ebenso begeistert: "Ich schreibe auch sonst Bücher und male Bilder dazu. Das Projekt ist sehr schön". Mit den Fotos vorher und nachher werden die Kinder visuell auf eine Zeitreise geschickt. "Auch ist es mit bestimmten Animationsprogrammen möglich die kostümierten Kinder vor andere Hintergründe zu stellen oder sie in die Gemälde mit zu platzieren", erklärt Eva Bredow.

Eine Exkursion nach Waldenburg stand ebenso mit im Ferienplan. Am Freitag wurden dann die Ergebnisse der Projektwoche feierlich präsentiert. Den fertigen Trickfilm mit den plaudernden Porträts können die Gäste von Schloss Rochsburg später per Tablet, welches an der Museumskasse ausgeliehen werden kann, erleben. Die Hortkinder sind öfters Gast auf dem Schloss und wurden deshalb für das Projekt ausgewählt. "Das Projekt bietet eine gute Mischung aus Technik und Geschichte", berichtet Erzieherin Claudia Jurich, die die Kinder jeden Tag auf das Schloss begleitet. Manchmal fuhren sie mit dem Bus oder wanderten durch den Wald.