Pokalrausch in Mittweida: Germania überrollt Flöha vor 1.200 Fans

Vor einer Rekordkulisse feiert Germania einen deutlichen Sieg gegen Flöha. Während die Mannschaft jubelt, verabschiedet sich ein Routinier mit Tränen im Auge.

Mittweida/Flöha

Mit einer Machtdemonstration vor mehr als 1.200 Zuschauern hat sich der SV Germania Mittweida am Pfingstmontag den Mittelsachsenpokal gesichert. Im Stadion am Schwanenteich ließ die Mannschaft von Trainer Johannes Göbler dem TSV 1848 Flöha kaum eine Chance und krönte sich bei bestem Fußballwetter mit einem deutlichen Finalsieg zum Pokalsieger. Am Ende stand ein 6:0 (2:0)-Sieg zu Buche.

Pure Entschlossenheit statt Final-Nervosität

Schon vor dem Anpfiff lag Spannung in der Luft. Volle Ränge, Sommerstimmung und ein Endspiel vor heimischer Kulisse – die Voraussetzungen hätten kaum größer sein können. Genau diesen Druck spürte auch Trainer Johannes Göbler: „Wenn du in das Finale einziehst, willst du es natürlich auch gewinnen. Aber du weißt nie, was an so einem Tag passiert.“ Seine Mannschaft jedoch zeigte von Beginn an keine Nervosität, sondern pure Entschlossenheit.

Kevin Frieden avanciert zum Matchwinner

Mittweida trat aggressiv, laufstark und geschlossen auf. Vor allem Kevin Frieden drückte dem Finale seinen Stempel auf. Mit zwei Treffern avancierte er zum Mann des Spiels. Doch statt sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sprach der Offensivspieler sofort über die Mannschaft: „Jeder hat für jeden gekämpft. Wir waren giftig, aggressiv und haben Flöha kaum eine Chance gelassen.“

Emotionaler Abschied für Routinier Andreas Hönig

Tatsächlich wirkte Mittweida in nahezu allen Bereichen überlegen. Während Flöha nach einer halben Stunde zunehmend Probleme bekam, nutzte Germania seine Räume konsequent aus. „Wir waren fitter“, analysierte Andreas Hönig nach dem Spiel.

Für den Routinier war es zugleich ein emotionaler Abschied, denn das Finale war sein letztes Spiel im Trikot der Mittweidaer. „Das weinende Auge kommt wahrscheinlich erst morgen. Heute überwiegt einfach die Freude“, sagte er mit einem Lächeln.

Tempo über die Außenbahnen bricht Flöhas Widerstand

Besonders die Außenspieler sorgten immer wieder für Gefahr. „Moritz Eismann und Sascha Bielenko haben enorm viel Tempo gemacht“, erklärte Hönig. Genau diese Dynamik bekam Flöha nie wirklich in den Griff.

Trainer Göbler lässt die Mannschaft im „Flow“

Auch Trainer Göbler zeigte sich beeindruckt von der Vorstellung seiner Mannschaft: „Das beste Spiel im ganzen Pokalverlauf war heute das Finale.“ Nach dem vierten Treffer wurde selbst der sonst so emotionale Coach ruhiger an der Seitenlinie. „Irgendwann musst du die Mannschaft einfach in ihrem Flow lassen.“

Der Traum vom Double lebt

Während Mittweida noch lange mit Fans und Spielern feierte, richtete Göbler den Blick bereits nach vorn. Denn nach dem Pokalsieg soll nun auch die Meisterschaft folgen.

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