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Sachsen

Polizeieinsatz: CSD Christopher Street Day 2022 in Döbeln

Blaulicht Verstöße gegen das Versammlungsgesetz

Döbeln. 

Döbeln. Die Polizeidirektion Chemnitz führte heute mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei einen Polizeieinsatz anlässlich mehrerer angezeigter Versammlungen in Döbeln durch. Insgesamt waren 105 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. Die Teilnehmer der Versammlung "CSD Christopher Street Day 2022 in Döbeln" sammelten sich ab dem frühen Nachmittag am Obermarkt. Zu Versammlungsbeginn befanden sich etwa 220 Teilnehmer vor Ort. Nach einer Auftaktkundgebung führte ein Aufzug, mit nun etwa 370 Teilnehmern um den Innenstadtbereich. Dabei wurden zwei Zwischenkundgebungen abgehalten. Die Versammlung hatte gegen 16:35 Uhr den Ausgangspunkt erreicht. In der Folge setzte ein stetiger Abgang der Teilnehmer ein. Die Versammlung dauert derzeit mit wenigen Teilnehmer noch an.

 

Mehrere Gegenversammlungen im Stadtgebiet

Eine angezeigte Gegenversammlung begann gegen 13:40 Uhr mit etwa 40 Teilnehmern im Bereich des Hauptbahnhofes. Seitens der Versammlungsbehörde wurden einige Kundgebungsmittel in Bezug auf Auflagen des Versammlungsbescheides nicht zugelassen. Zwei betreffende Transparente wurden zwischenzeitlich sichergestellt. Der Aufzug führte anschließend mit einer Zwischenkundgebung durch das Stadtgebiet. Die Versammlung wurde gegen 15:45 Uhr am Ausgangpunkt beendet. Eine weitere Gegenversammlung fand stationär am Niedermarkt statt. Ab etwa 16.00 Uhr waren etwa ein Dutzend Personen am Ort festzustellen. Mit dem offiziellen Beginn gegen 16:50 Uhr waren etwa 20 Personen anwesend. Die Kundgebung wurde gegen 17:40 Uhr beendet.

 

Die Polizei ist weiterhin mit Kräften im Einsatzraum präsent

Bereits vor Beginn der Versammlungen wurden gegen 12.45 Uhr in der Wappenhenschstraße eine Jugendliche (15) und zwei junge Männer (20/23) von einer unbekannten Frau und einem unbekannte Mann beleidigt und mit kleinen Steinen beworfen, wobei niemand verletzt wurde. Das Trio war auf dem Weg zur Versammlung auf dem Obermarkt. Eine entsprechende Anzeige wurde nach Bekanntwerden von Amts wegen erstattet. Am Startpunkt der Gegenversammlung am Bahnhof war der Versammlungsleiter mit einer Journalistin und deren Begleitern in einen Disput geraten. Nach Angaben des Versammlungsleiters hätte dies in einer Tätlichkeit gemündet. Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Zudem wurden bis jetzt vier Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, aufgrund Vermummung währende des Aufzuges, gefertigt. In drei Fällen erfolgte die Identitätsfeststellung nach Abschluss bzw. gegen Ende der jeweiligen Versammlung.

 

 

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