Polizeihunde zeigen Können

Pokal Wenn Hund und Herrchen ein Team sind

Mit dem Spruch "Keine Angst, die wollen nur spielen" kam man in der vergangenen Woche auf dem Langenauer Hundesportplatz nicht sonderlich weit. Denn so gute Laune die Vierbeiner auch hatten, es ging um Pokale und Ehren beim 10. Wettbewerb der Diensthundestaffeln, und da wird es selten spielerisch. Zum mittlerweile traditionellen Leistungsvergleich um den Pokal des Leiters der Polizeidirektion Chemnitz trafen sich Mannschaften aus zwei Ländern. Sowohl Chemnitzer Hundeführer als auch solche aus den tschechischen Städten Most, Usti nad Labem und Plzen wollten die begehrte Trophäe erringen. Dazu mussten sie in den Disziplinen Gehorsam und Schutzdienst überzeugen. Zwei Glückspilze waren dazu auserkoren, die jeweiligen Täter zu spielen. Eine schweißtreibende Angelegenheit, durften sie dazu doch einen Schutzanzug tragen, der sie wie die gut bekannte Figur aus einer Reifenwerbung aussehen ließ. Darin mussten sie rennen und auch noch den bösen Mann markieren, indem sie die Hunde angriffen. All dies unter den genauen Augen einer gestrengen Jury. "Bei diesen Wettbewerben zeigen sich auch die über weite Strecken unterschiedlichen Trainingsmethoden in Deutschland und Tschechien", erläutert Rafael Scholz von der Polizeidirektion Chemnitz. Besonders beim Gehorsam fiel das auf. Mag es ihnen auch noch so schwer gefallen sein, die deutschen Hunde ließen auf Kommando eher ab als die tschechischen. So kam es dann, dass mit Sven Taubert und seinem Hund Kinston ein Chemnitzer Duo den Sieg holte. Taubert hatte diesen bereits im vergangenen Jahr errungen, damals sogar mit Rekordpunktzahl. Dass ihm dies 2015 nicht gelungen ist, sei nicht so schlimm, wird aber wohl Ansporn für die elfte Auflage des Pokalwettbewerbs sein.