Prädikat "vorzüglich"

Rammlerschau In Erlau mehr als 400 Rammler präsentiert

Separator wird erst seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland gezüchtet und ist eine sehr seltene rassereine Kaninchenart. Foto: Andrea Funke

Erlau. Zur 25. Erlauer Rammlerschau wurden mehr als 400 Rammler in 70 Rassen und Farbenschlägen von 91 Züchtern im Vereinshaus des Kleintierzuchtvereins 1888 Erlau und Umgebung ausgestellt. "Wir freuen uns über die hohe Zahl der Ausstellungstiere trotz der Chinaseuche. Unsere Vereinsmitglieder haben bisher keine Verluste dadurch erlitten. Einige Zuchtfreunde aus befreundeten Vereinen erkundigten sich, ob wir die Schau trotzdem durchführen", erklärte Vereinschef Wolfgang Ahnert. 25 Jahre sind auch Anlass einmal zurück zuschauen. So haben die vier Züchter Wolfgang und Markus Ahnert, Rainer Gahlert und Gernot Günther an allen Ausstellungen bisher teilgenommen. Insgesamt haben 750 verschiedene Züchter aus mehreren Landesverbänden aus 126 Vereinen in Erlau ausgestellt.

1998 wurden die meisten Tiere, nämlich 777 präsentiert, jetzt sind es meist um die 400 Tiere. 25 verschiedene Preisrichter haben ihre Bewertung abgegeben. Immer dabei waren Gottfried Matthes und Albert Patzig, nur einmal fehlte Dietrich Schulz. Das beste Tier in diesem Jahr präsentierte Gunter Stein, einen Farbenzwerg weißgrannenfarbig schwarz. 20 Rammler wurden mit dem Prädikat "vorzüglich" bewertet. Darunter auch der Kleinsilber hell von Markus und Wolfgang Ahnert. "Seit 30 Jahren züchte ich diese Rasse. 15 Jahre später kamen noch die Farbenzwerge hinzu und das bleibt so. Auch meinen Wellsumer Hühnern und Coburger Lerchen bleibe ich seit 40 Jahren treu", berichtet Wolfgang Ahnert, der auch seine Enkel Moritz und Julius an die Zucht heranführte. Übrigens gab es bei Ahnerts traditionell Gans als Weihnachtsbraten, die Kaninchen mussten erst noch Punkte sammeln für die Vereinswertung, die erfolgreich für die Erlau vor Auerswalde war.

Weil es die letzte Schau in der Saison war, wechselte ein Großteil der Tiere ihren Besitzer. Viele Zuchtfreunde kamen nach Erlau um ihre eigenen Bestände aufzufrischen. Auch die ohne Wertung ausgestellten Häsinnen fanden reißenden Absatz. Als nächstes planen die Erlauer Vereinsmitglieder ihre 12. Vorosterschau am 8. April und hoffen darauf, dass bis dahin die Vogelgrippe im Landkreis kein Thema mehr ist.