Praktikantin und Ehrenbürger

Karl-May-Haus Sonderschau zu Werner Legére in Hohenstein-Ernstthal

Am kommenden Samstag wird 10 Uhr die neue Sonderausstellung des Karl-May-Hauses in der Begegnungsstätte (Karl-May-Straße 51) eröffnet. Sie trägt den Titel "Werner Legére - Eine hundertjährige Biografie" und widmet sich einem Autor, der genau wie Karl May aus Hohenstein-Ernstthal kam und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde. "In dem Jahr, als Karl May starb, wurde Werner Legére geboren. Er ist in Mays Fußstapfen getreten", schätzt André Neubert, Leiter des Karl-May-Hauses, ein. Bei der Vorbereitung der Sonderausstellung hat das Museum Unterstützung bekommen. Christina Hinz aus Gersdorf absolviert derzeit ein Praktikum und hilft fleißig mit. Die 24-Jährige hat europäische Geschichte studiert. "Die Arbeit hier macht wirklich Spaß. Ich werde von Tag zu Tag mehr zum Karl-May-Fan", sagt Christina Hinz.

In der Sonderausstellung über Werner Legére (1912 bis 1998) wird es auch eine "Timbuktu-Ecke" geben. Denn die Stadt im afrikanischen Land Mali ist Inhalt des Buches "Ich war in Timbuktu", das Legére im Jahr 1955 schrieb. Die geschichtsträchtige Metropole mit ihren einzigartigen Bauwerken ist Partnerstadt von Chemnitz. Im Sommer wurden Teile des Weltkulturerbes durch Islamisten zerstört. Ein großes Wandbild, das in der Sonderausstellung gezeigt wird, stammt aus der westafrikanischen Stadt. Zudem pflegt das Karl-May-Haus ohnehin einen Großteil des Erbes von Werner Legére, der 1993 zum Ehrenbürger von Hohenstein-Ernstthal wurde. Die Sonderausstellung wird bis zum Jahresende zu sehen sein.