Projekt für Hochwasserschutz an der Freiberger Mulde hat begonnen

Projekt Für Wasserlebewesen und besseren Hochwasserschutz

Rechenberg-Bienenmühle. 

Rechenberg-Bienenmühle. Am Montag, 20. August, hat in der Freiberger Mulde der Rückbau des Wehres Biermann begonnen. Für einen verbesserten Hochwasserabfluss wird dabei das Gewässer aufgeweitet und der Abflussquerschnitt vergrößert. Anlass für die Maßnahme ist, dass es an dieser Stelle in den vergangenen Jahren bei Hochwasser immer wieder zu großflächigen Überschwemmungen gekommen war.

Im Sommer 2019 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt kostet das Projekt planmäßig rund 530.000 Euro. Die finanziellen Mittel dafür werden vom Freistaat Sachsen bereitgestellt. Im Laufe der Bauarbeiten kann es zu Verkehrseinschränkungen kommen.

Schon seit 16 Jahren ist das Wehr nicht mehr funktionstüchtig

Beim Augusthochwasser 2002 war das Wehr Biermann schwer beschädigt worden und ist seitdem nicht mehr funktionstüchtig. Nach dem Rückbau des Wehres werden die Sohle und Böschungen des Flusses umgestaltet.

Die Böschung auf der rechten Uferseite soll durch eine Spritzbetonschale gesichert werden und erhält eine Natursteinverblendung. Die linke Böschung wird nach dem Rückbau der Wehrmauer mit einem Steinsatz befestigt. Unterhalb des ehemaligen Wehres wird das Vorland abgesenkt, sodass sich das Gewässer weiter ausbreiten kann und der Bereich bei künftigen Hochwassern besser geschützt ist.

Im Zuge des Wehrrückbaus verschwindet außerdem ein Hindernis für Fische und andere Wasserlebewesen aus der Freiberger Mulde. Dies führt zur Verbesserung der Gewässerstruktur, wie von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gefordert.