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Quellnymphe steht im Mittelpunkt

Rückkehr Johannes Schillings Originalgips

Mittweida. 

Im Jubiläumsjahr - das Johannes-Schilling-Haus besteht 2015 seit zehn Jahren - wurde der Originalgips der Schillingschen Quellnymphe, die im Erdgeschoss des Schilling-Haus ausgestellt ist, aufwändig restauriert. "Es handelt sich um den Originalentwurf für den Mittweidaer Marktbrunnen", klärt Sibylle Karsch, Leiterin des Museums "Alte Pfarrhäuser", auf. Diese knapp 60 Zentimeter hohe Gips-Skulptur des ersten Mittweidaer Ehrenbürgers - des Bildhauers Johannes Schilling (1828 bis 1910) -, war die einzige Arbeit für seine Geburtsstadt. Und dieser Entwurf von 1903 wurde dann noch nicht einmal in die Tat umgesetzt, denn der Mittweidaer Marktbrunnen stammt vom Bildhauer August Schreitmüller (1871 bis 1958), einem Schüler Schillings. Doch zurück zur Schilling-Plastik: Der Gipsentwurf war im Laufe der Jahre bereits mehrmals mit Farbanstrichen versehen worden, zwar stets in guter Absicht, doch manchmal wenig professionell. Mit Grit Stamm-Lange wurde eine erfahrene Restauratorin durch die Museumsleitung und den Museums-Förderverein beauftragt, eine fachmännisch-fundierte Komplett-Restaurierung der Gips-Skulptur vorzunehmen. "Neben der aufwändigen Oberflächenbehandlung der Skulptur mussten auch mehrere Ausbesserungen vorgenommen werden", beschrieb die Restauratorin einige Arbeiten, die sie an der Figur vornehmen musste. Besonders filigran ausgeführt sind die Haare und der Farn neben der Quellnymphe. Insgesamt hat Grit Stamm-Lange rund 40 Stunden an der Figur gearbeitet, bevor sie abschließend eine transparente Leimfarbe aufbrachte. Finanziert wurde diese aufwändige Restaurierung mit Spendengeldern. In enger Zusammenarbeit zwischen Museum und Museums-Förderverein sollen künftig weitere Schillingsche Arbeiten aus dem Museums-Bestand restauriert werden.



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