Rassekaninchen reisen zur Messe nach Leipzig

Interview mit Winfried Schuster, Vereinsvorsitzender des Kaninchenzüchtervereins Breitenau

Breitenau. 

Einer der kleinsten Vereine der Stadt Oederan ist der Kaninchenzüchterverein Breitenau, der kürzlich die Ergebnisse seiner Arbeit bei der Kreisrammlerschau zeigte. Mit dem Vereinsvorsitzenden, Winfried Schuster, sprach Ulli Schubert.

Herr Schuster, wie schafft es der Verein, so eine zweitägige Veranstaltung auf die Beine zu stellen?

Das ist nur durch das Engagement aller Mitglieder, und wir sind derzeit nur acht, sowie vieler Helfer, nicht zuletzt der Ehepartner möglich. Auch Firmen unterstützen uns wie beispielsweise die Spedition Müller oder die Agrozuchtfarm Breitenau.

Er wurde bereits 1906 gegründet. Früher wurden neben Rasse- auch Schlachttiere gezüchtet. Die Rassekaninchenzucht war aber auch in der DDR Bestandteil des Volkswirtschaftsplanes. Es ging also nicht nur um Schönheit.

Ein Problem aller Vereine ist die Nachwuchsarbeit, wie sieht es damit in Ihrem Verein aus?

Eigentlich gar nicht so schlecht. Wir haben drei Jugendzüchter. Ich hoffe, im nächsten Jahr kommt ein vierter hinzu. Aber insgesamt könnten wir schon einige Mitglieder mehr gebrauchen. Der Verein, der 1906 gegründet wurde, hatte in Hochzeiten um die 70 Mitglieder. Zu Zeiten der Wende waren es immerhin noch 21.

Sie züchten natürlich auch selbst?

Ja. Ich bin sozusagen mit Kaninchen aufgewachsen. Mein Vater hatte schwarze Angoras. Ich erinnere mich, wie die in den 1950er Jahre geschoren wurden und wir die Wolle zur Aufkaufstelle, der VEAB, nach Oederan brachten. Ich züchte Kaninchen der Rasse Castor-Rex - weil die meiner Frau so gut gefallen. Mit zwei Zuchtgruppen werde ich mich an der Europaschau im Dezember in Leipzig beteiligen. Es ist spannend, sich einmal mit internationalen Maßstäben messen zu lassen. Übrigens wird meine Enkeltochter Nadine mit ihren Klein-Widdern ebenfalls dabei sein.