Raumsuche-Odyssee bei Modelleisenbahnern

Einladung Nächste Modellbahnbörse wird vorbereitet

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Trotz allem guter Laune und in Vorfreude auf die Modellbahnbörse: Jochen Winkler, Marcus Laufer und Richard Braunschmidt (v.l.) vom Freiberger Modelleisenbahnclub 1965. Foto: Wieland Josch

Freiberg. So richtig glücklich sind sie nicht, die Mitglieder des "Freiberger Modelleisenbahnclub 1965". Im 52. Jahr ihres Bestehens sehen sie sich derzeit einem Problem gegenüber, welches keine schnelle Lösung verspricht. Und das hängt mit dem Ort zusammen, an dem sie ihrem Hobby nachgehen.

Bis 2013 hatten sie Räume im Freiberger Bahnhofsgebäude zur Verfügung. Nachdem dort der Besitzer wechselte, mussten sie umziehen. Neue Heimat wurde das Tiefparterre im damaligen Studentenwohnheim an der Chemnitzer Straße. Als 2015 die Frage stand, wo man die vielen Asylbewerber, welche in die Silberstadt kamen, unterbringen könne, wurde bald dieses Gebäude ins Auge gefasst. Kurz nur durften die Clubmitglieder dort noch bleiben. Anfang 2016 aber mussten sie wieder einpacken, da die Räume etwa für Weiterbildungsmaßnahmen benötigt wurden.

Jetzt residieren die Modellbahnfreunde um ihren neuen Vorsitzenden Marcus Laufer im Keller der Asylbewerberunterkunft am St. Niklas Schacht. Kein geeigneter Platz, wie alle finden. "Unser Hauptproblem dabei ist die Treppe", erzählt Richard Braunschmidt vom Club. "Wir müssen unsere Miniaturlandschaften ja auch immer wieder zu Ausstellungen transportieren." Dafür sind Gänge und Treppe einfach zu schmal und zu verwinkelt. Auch die Lagerung der Teile ist nicht optimal. Hinzu kommen schlechtere sanitäre Einrichtungen. "Die Suche nach neuen Räumen gestaltet sich sehr schwierig", so Braunschmidt. "Wir benötigen mindestens 90 qm Fläche, um die einzelnen Plattenteile zusammenbauen zu können."

Die Stadt Freiberg unterstützt bei der Suche, sagt Jochen Winkler, 2. Vorsitzender des Vereins. "Aber bislang blieb alles Mühen erfolglos." Unverdrossen setzen die Clubmitglieder ihre Arbeit fort. So freuen sich alle schon auf Sonntag, den 5. März 2017, wenn von 9 bis 14 Uhr im Brauhof an der Körnerstraße ihre 43. Freiberger Modellbahnbörse stattfindet. "Ein knappes Dutzend Händler hat sich angekündigt", so Jochen Winkler.

Im Angebot ist alles, was das Herz des Modellbahnbastlers höher schlagen lässt, von den Spurweiten Z bis G. "Auch haben wir eine Testschiene aufgebaut, wo jeder seine Neuerwerbung prüfen kann", sagt Richard Braunschmidt. Eine Gartenbahn sorgt für Spaß bei den Kindern und zudem gibt es Gebrauchtartikel und Ersatzteile rund um dieses herrliche Hobby.

Und die Clubmitglieder stehen für Tipps und Fachsimpelei jederzeit zur Verfügung. Vielleicht kommt ja auch jemand vorbei, der ihnen neue Räume zu offerieren vermag.