Reanimation ist nicht gefragt

Präsentation Nur wenige Besucher nutzen Stände von Rettungsdienst und Polizei

Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) haben sich am Freitagnachmittag auf dem Kirchplatz in Glauchau präsentiert. Sie ermöglichten den Besuchern unter anderem einen Blick in den Rettungswagen und luden zur Test-Reanimation an einer Plastikpuppe ein. Kreisverbands-Geschäftsführer Rolf Schade weiß genau, auf welche Handgriffe es bei der Wiederbelebung einer Person ankommt. "Die Stelle, auf die ein kräftiger Druck ausgeübt werden muss, befindet sich oberhalb des Rippenbogens", informiert Rolf Schade. Aus seiner Sicht trägt die Übung mit der Plastikpuppe dazu bei, dass Retter im Ernstfall ohne zu zögern zupacken.

Die Präsentation, an der sich neben dem DRK-Kreisverband auch Polizei und Verkehrswacht beteiligt hatten, fand anlässlich der Veranstaltungsreihe "300 Jahre Stadtbrand" statt. Am 24. Oktober 1712 fielen mehr als 300 Gebäude im Stadtzentrum den Flammen zum Opfer. Die Hilfsorganisationen haben nun gezeigt, wie sie in der Gegenwart auf einen Ernstfall vorbereitet sind. "Wir würden unter anderem auf unseren Katastrophenschutzzug zurückgreifen", sagt Rolf Schade. An den Informationsständen auf dem Kirchplatz schauten in den Nachmittagsstunden nur wenige Interessenten vorbei. "Die Resonanz war verhalten", beschrieb der DRK-Chef die Situation. Über die Ursachen lässt sich nur spekulieren. Das geringe Interesse könne auf die Ferien und auf die Kälte zurückgeführt werden.