"Rechts vor Links" kann auch im Kreisverkehr gelten

Achtung Nicht immer absolute Vorfahrt

Besteht ein großer Kreisverkehr aus zwei "Geradeausspuren" (die 2 Spuren, auf denen die Autofahrer um den Kreisel herumfahren) und einer Rechtsabbiegespur, auf die die Verkehrsteilnehmer wechseln müssen, bevor sie den Kreisel wieder verlassen, so kann eine Autofahrerin, die von innen nach außen wechselt, um "abzufahren", eine Mitschuld von einem Drittel an einem Zusammenstoß mit einem Auto haben, das in dem Moment auf die Spur wechselt, auf die auch die Ausfahrwillige auffährt.

Diese Art von "Rechts vor Links"-Vorfahrt gelte dann, so das Amtsgericht München, wenn an der Einmündung lediglich das Schild "Vorfahrt gewähren" steht. Fehlt das Schild "Kreisverkehr", haben die Verkehrsteilnehmer innerhalb des Kreisels nicht die absolute Vorfahrt. Diese sei nur dann gegeben, wenn beide Schilder angebracht seien. (AmG München, 343 C 8194/12).