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Reise nach Afrika

Abenteuer Fahrt mit dem Motorrad durch die Sahara

Der Trip durch die Sahara war für den Burgstädter Christoph Steyer ein ganz besonderes Ereignis in diesem Jahr. Über das Internet hatte er zwei weitere begeisterte Motorradfahrer gefunden mit denen er auf Tour ging. "Getroffen haben wir uns erstmals auf der Fähre von Italien. Bei der 48-stündigen Überfahrt haben wir uns schon mal kennengelernt", berichtet der 31-Jährige, der von dem großen Polizeiaufgebot in Marokko überrascht war. Die Tour der drei Motorradfans führte zunächst durch das Atlasgebirge.

Dabei kam es öfters zu Zwangspausen, da auf Grund der kurvigen steilen Strecken das Kühlerwasser kochte oder alle war. "Das war für mich sehr überraschend, damit hatte ich nicht gerechnet. Zum Glück hatten wir immer Wasser dabei zum Nachfüllen", stellt Christoph Steyer fest, der wie seine Mitreisenden fast täglich Reifen reparieren musste. Die Straßen waren sehr schlecht und Schotter sowie Nägel und Scherben machten den Reifen den Garaus. Weitere Pannen waren gerissene Ketten oder Benzinmangel. Die Fahrt durch die Sahara, 49 Grad am Tag und 34 Grad in der Nacht, verlangte den drei Kerlen viel Kraft ab. Nach jedem Sturz auf den circa zehn Meter hohen Sanddünen hieß es Maschine ausbuddeln und weiterfahren. "Mit einer gefetteten Kette wäre ich nicht weit gekommen. Ich habe meine zu Hause mit Teflon beschichtet und somit keine Probleme gehabt", erklärt der Urlauber, der sich besonders in der Wüste auf sein Navigationssystem verlassen musste, da es kaum Pisten gab. Entsetzt waren die drei von den Lebensumständen in den kleinen Dörfern, die sie passierten.

Sie konnten sich nur mit Zeichensprache verständigen, da keiner Französisch oder Arabisch spricht. Die Müllentsorgung ist dort unkompliziert: Alles wird vor den Hütten einfach verbrannt. Dadurch stank es überall und war sehr dreckig. Einmal kamen sie an einen 100 Meter hohen Wasserfall am Rande der Sahara.

"Noch paar Kilometer zuvor gab es keinen Tropfen Wasser und dann erstreckte sich im Tal eine üppige Vegetation. Ein richtiger Urwald mit Affen", schwärmt Christoph Steyer, der noch mal nach Afrika reisen möchte aber nicht in die Wüste. Jetzt braucht er erst einmal ein neues Motorrad. Wohin seine nächste Reise gehen wird, lässt der 31-Jährige noch offen.