Rennsport-Welt verabschiedet sich

Sport Teambesitzer Stefan Kiefer wurde vergangene Woche beigesetzt

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Stefan Kiefer (r.) stand 2015 in der Moto3 am Sachsenring mit den Rennfahrern Danny Kent und Efren Vazquez ganz oben auf dem Podest. Foto: Thomas Fritzsch

Wilthen. Unter riesiger Anteilnahme wurde vergangenen Mittwoch der am 27. Oktober beim Malaysia-Grand-Prix im Alter von 51 Jahren überraschend verstorbene Teambesitzer Stefan Kiefer in seiner sächsischen Wahlheimat Wilthen beigesetzt. Stefan Kiefer hinterlässt einen siebenjährigen Sohn und seine Lebensgefährtin.

Das Team aus Stefan Kiefer und dessen Bruder Jochen war seit 2003, als man mit Christian Gemmel in die Motorrad-Weltmeisterschaft einstieg, fester Bestandteil der Motorrad-Rennsport-WM-Szene. 2011 holte man mit Stefan Bradl den WM-Titel in der Moto2. Vier Jahre später stand man mit dem Briten Danny Kent in der Klasse Moto3 mit sechs Saisonsiegen, unter anderen am Sachsenring mit einem Doppelsieg von Kent und Efren Vazquez, ganz oben auf dem Podest.

Daneben war man im Nachwuchsbereich mit den beiden Orgis-Brüdern Kevin und Leon sowie mit Toni Erhard erfolgreich unterwegs. Auch sie erwiesen ihrem ehemaligen Teamchef die letzte Ehre. Daneben Dominique Aegerter aus der Schweiz, der Weltmeister von 2012 Stefan Bradl, Sandro Cortese, der ebenfalls von den Kiefer-Brüdern entdeckt und gefördert wurde, sowie der 20-fache Grand-Prix-Sieger Ralf Waldmann und viele weitere Persönlichkeiten des Motorrad-Rennsports nahmen Abschied.

Der aus Bad Kreuznach stammende Stefan Kiefer, selbst früher Rennfahrer, hatte nicht zuletzt für die Fans immer ein offenes Ohr. Aufgrund seines freundlichen und herzlichen Wesens war er äußerst beliebt. Bezüglich der Zukunft des Kiefer-Team indes, insbesondere was das Nachwuchsteam betrifft, ist nach dem plötzlichen Tod von Stefan Kiefer vieles noch nicht geklärt.