Rettungsdienst wird ausgebaut

Neubau Landkreis investiert in Schaltzentralen für die schnelle Hilfe

Die Landkreisbehörde in Mittelsachsen wird im nächsten Jahr 2,2 Millionen Euro für den Neubau von insgesamt zwei Rettungswachen ausgeben, die in Hainichen und Rochlitz gleich neben den schon vorhandenen Straßenmeistereien entstehen sollen. Dies bestätigte jetzt der Behördensprecher André Kaiser auf Nachfrage von BLICK. Die dafür nötigen Pläne werden derzeit von der Bauaufsicht des Landkreises überprüft. "Die Fertigstellung der Rettungswachen ist dann voraussichtlich für das dritte Quartal kommenden Jahres geplant", blickte Kaiser voraus. Die Schaltzentralen verfügen künftig über eine Reinigungs- und Desinfektionsgarage, Aufenthalts- und Sanitärräume sowie über jeweils sechs Flächen für Rettungs- und Krankentransportwagen. Momentan ist die Hainichener Rettungswache an der Feldstraße sowie der Rochlitzer Standort an der Capristraße mit jeweils vier Fahrzeugen ausgestattet. "Doch laut Bedarfsplan werden künftig sechs Fahrzeuge einschließlich Reserveauto notwendig", erklärte Kaiser. Offen ist bislang, wer die beiden Rettungswachen nach ihrer Fertigstellung besetzen wird. Die Schaltzentralen werden derzeit vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben. Allerdings fordert die Europäische Union ab 2013, dass sämtliche Leistungen für die Notfallrettung sowie den Krankentransport komplett neu ausgeschrieben werden müssen. "Ob das DRK einen Zuschlag erhält, darüber können wir derzeit keinerlei Angaben machen, weil die Ausschreibung bislang noch nicht begonnen hat", sagte Kaiser. Doch nicht nur in Hainichen und Rochlitz wird das Rettungswesen ausgebaut, sondern auch in Brand-Erbisdorf und Geringswalde. Um die Fahrzeiten zu den Einsatzorten zu verkürzen, wurden dort vor Kurzem zwei neue Wachen in Betrieb genommen. "Die Schaltstelle in Geringswalde soll zunächst ein halbes Jahr getestet werden", erklärte Kaiser. Damit gibt es jetzt insgesamt 14 Rettungswachen im Landkreis, deren Einsätze von Freiberg aus koordiniert werden.