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Rettungspaket für die Pflege

Aktion Diakonie weist am internationalen Tag der Pflege auf Probleme hin

Altenpflegeheime und ambulante Pflegedienste der Diakonie haben am Montag nicht nur in der Region, sondern in der gesamten Bundesrepublik bei einem Aktionstag ein "Rettungspaket" für die Altenpflege gefordert. Denn die Situation wird immer schwieriger. "Die Pflegeberufe brauchen mehr Wertschätzung und Anerkennung", sagt Ulrich Schmidt, Leiter des Christlichen Altenpflegezentrums "Haus Heinrichshof" in Glauchau. Hier machten Bewohner, aber auch Mitarbeiter mit Paketen auf die Probleme aufmerksam und forderten unter anderem die gerechte Finanzierung der Pflege, die familiäre Entlastung und somit eine insgesamt würdevollere Pflege. Die körperlich und psychisch anspruchsvollen Tätigkeiten in der Altenpflege verlangen vom Personal viel ab. Die Bezahlung ist aber schlechter als in anderen Branchen. Deshalb fehlen Fachkräfte und mit Blick auf die Zukunft auch der Nachwuchs in den Berufen. "Mit dem aktuellen Budget bekommt man die Kosten nicht mehr gedeckt, wenn man einen Tariflohn bezahlt", nennt Schmidt eines der entscheidenden Probleme und fordert höhere Pflegesätze. In Berlin wurden von der Diakonie symbolisch Rettungspakete an Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe übergeben. "Die Arbeit der Pflegekräfte wird zu wenig wertgeschätzt. Die Pflege ist chronisch unterfinanziert", erklärte Johannes Stockmeier, Präsident der Diakonie und unterstrich, dass schnelle Reformen nötig seien und sich die Gesellschaft fragen müsse, was ihr eine gute Pflege der älteren Menschen wert ist.