Richtfest für die „Neue Mitte Zug“: Ein Haus für Gemeinschaft wächst

Neues Ortszentrum für Vereine, Feuerwehr und Bürger

Freiberg

Mit Zimmermannsspruch, schwungvollem Gläserklang und viel Vorfreude wurde am Donnerstag das Richtfest für die „Neue Mitte Zug“ gefeiert. Auf dem Gelände der ehemaligen Schule entsteht derzeit ein neues Ortszentrum, das Vereinen, Feuerwehr und Bürgern künftig eine gemeinsame Heimat bieten soll.

„Heute sehen wir: Aus einem lang gehegten Wunsch wird Wirklichkeit. Die Neue Mitte ist ein Gewinn für ganz Zug“, sagte Oberbürgermeister Martin Seltmann in seiner Festrede. Auch Landrat Sven Krüger, Vertreter des Ortschaftsrates sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Feier teil. Unter den Gästen waren zudem der Chef der Freiberger Berufsfeuerwehr sowie der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Zug, die beide die Bedeutung des Projekts für Einsatzbereitschaft und Nachwuchs betonten.

Tradition und Herausforderungen beim Bau

Nach alter Zimmermannstradition stießen Bauherren, Architekten und Zimmerleute nacheinander an. Der Richtspruch, begleitet vom Heben des Glases, erinnerte an die lange Baugeschichte und gab guten Wünschen für die Zukunft Ausdruck.

Architekt Christian Steinborn von Rieger Architektur erklärte im Gespräch, welche Herausforderungen der Umbau eines Bestandsgebäudes mit sich brachte: „Statik, Fluchtwege, Nutzungskonzepte – vieles musste neu gedacht werden. Doch gerade darin liegt der Reiz: aus dem Alten etwas Dauerhaftes für die Zukunft zu formen.“

Ein Zentrum für Vereine und Bürger

Die „Neue Mitte Zug“ wird künftig weit mehr sein als nur ein Gebäude. Geplant sind ein Veranstaltungsraum für Bürger und Gesellschaften, moderne Stellflächen für zwei Löschfahrzeuge der Feuerwehr sowie Vereinsräume für Brauchtumspflege, Sportgruppen, Ortschaftsrat und Landfrauen. Auch der Außenbereich erhält ein freundliches Gesicht mit Plätzen zum Feiern und Verweilen.

Eröffnung im August 2026

Die Eröffnung ist weiterhin für August 2026 geplant. Durch notwendige bauliche Anpassungen hat sich die Kostenprognose inzwischen auf rund 6,7 Millionen Euro erhöht. Davon entfallen auf Feuerwehr und vorbereitende Arbeiten am Ortszentrum 5,25 Millionen Euro, auf den Ausbau des Ortszentrums 1,45 Millionen Euro. Gefördert wird das Vorhaben durch den Freistaat Sachsen mit 430.000 Euro aus dem Programm Feuerwehrförderung.

Beim Richtfest war spürbar: Dieses Haus entsteht nicht nur aus Beton und Balken – es wächst aus Zusammenhalt, Ehrenamt und der Lust, das Miteinander in Zug neu zu gestalten.

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