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Robin Hood auf der Spur

Training Burgstädter Bogensportler haben in Hartmannsdorf ein Domizil gefunden

Einer der ältesten Jagdformen der Menschheit - dem Bogenschießen - haben sich die Mitglieder des Bogensportvereines Burgstädt verschrieben. "Das war eine Kaffeeidee", weiß Schatzmeisterin Ines Schmidt, wie es mit dem Verein damals losging. "Danach haben wir einen Aufruf gestartet und es haben sich mehrere gemeldet", ergänzt sie. Aktuell hat der Verein zehn Mitglieder, aber zu den Trainingstagen immer mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr sind nie alle da. Das ist dadurch begründet, dass fast alle berufliche Verpflichtungen haben und aus verschiedenen Orten kommen, so unter anderem aus Chemnitz, Limbach und Burgstädt. Momentan sind lediglich zwei der Burgstädter Bogenschützen auch bei Wettkämpfen dabei. Das sind Uwe Gersten und Jürgen Wanneck. Gegründet hat sich der Verein zwar bereits am 12. März 2012, aber eine Anlage, auf der die Bogenschützen ihrem Sport nachgehen können, haben sie erst seit Oktober 2013. "Um die Sicherheit zu gewährleisten, ist das gar nicht so einfach", so Schmidt. Jetzt haben die Bogensportler im Komplex der Schützengesellschaft Hartmannsdorf ihr Domizil gefunden. "Diese Räume sind für uns ideal", findet der erfahrene Uwe Gersten. Damit der Bogensport auch exakt betrieben wird, hat Jürgen Wanneck den Trainerschein gemacht. "Bei der Vielfalt dieses Sportes ist das schon notwendig", findet er. Die geringste Wettkampfentfernung sind 18 Meter, wobei dann eine Auflage mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern zu treffen ist. Es gibt aber auch Wettkämpfe mit Entfernungen bis zu 70 Meter. Die beiden Wettkämpfer der Hartmannsdorfer machen vor allem sogenannte 3 D-Turniere mit, wo im Gelände plötzlich Ziele auftauchen, die zu treffen sind. "Das ist ziemlich anstrengend, denn solch ein Wettkampf dauert schon mal mehrere Stunden", so Wanneck. Dass bei Wettkämpfen auch enorme Zugkräfte aufzubringen sind, wissen nur wenige: Bis zu 30 Kilogramm pro Schuss können das sein. Wer Interesse für das Bogenschießen bekommen hat, der kann sich mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr auf der Schießanlage in der Oststraße 18 sehen lassen.