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Rochlitz: Frank Dehne neuer OB

Wahlen Amtsinhaberin Kerstin Arndt wird abgewählt

Frank Dehne entschied den erwartet spannenden Zweikampf um das Amt des Oberbürgermeisters in Rochlitz am vergangenen Sonntag knapp für sich. Im zweiten Wahlgang setzte sich der Einzelbewerber mit 54,5 Prozent der Stimmen gegen die amtierende Bürgermeisterin Kerstin Arndt (FDP) durch. Damit steht Rochlitz vor einer Zäsur: Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung wird die Große Kreisstadt nicht mehr von den Liberalen regiert. Die Vormachtstellung der FDP im Rathaus, die seit 1947 bestand hat, droht nun zu kippen. Ihre persönliche und berufliche Zukunft ließ die abgewählte Oberbürgermeisterin zunächst noch offen. "Das ist Demokratie, ich hoffe aber, dass den Worten nun auch Taten folgen werden", äußerte sich Arndt nach der Wahl. Frank Dehne zog mit dem Ziel, eine transparente und bürgernahe Stadtpolitik verwirklichen zu wollen, in den Wahlkampf. "Ich stehe für eine moderne, effektive und transparente Strukturierung der Kommunalverwaltung, welche den Bürgern und Unternehmen dient", sagte Dehne im Vorfeld der Bürgermeisterwahlen. Zum ersten Wahlgang in Rochlitz waren vor zwei Wochen zunächst noch fünf Kandidaten ins Rennen gegangen. Damals lag Dehne mit 37 Prozent sogar noch deutlicher vor Konkurrentin Arndt (22 Prozent). Unter anderem durch den Rückzug der Kandidatur von CDU-Mann Martin Grzelkowski (16 Prozent), wurden die Karten jedoch noch einmal neu gemischt. Im benachbarten Wechselburg hingegen traten alle drei Kandidaten aus dem ersten Wahlgang auch zum Zweiten an. Renate Naumann (CDU) verteidigte erneut ihr Amt und bleibt auch über den 1. August 2015 hinaus Bürgermeisterin von Wechselburg. Naumann, die seit 1994 die Gemeinde regiert, setzte sich am vergangenen Sonntag mit 49,5 Prozent der Stimmen durch. Herausforderer Jürgen Dost (parteilos) kam auf 31,7 Prozent der Stimmen, gefolgt von Angela Bräunlich (Freie Wähler) mit 18,8 Prozent.