Rochlitzer Klinik schließt

Ende LMK stellt stationären Betrieb ein

Die Landkreis Mittweida Krankenhaus GmbH (LMK) stellt zum 18.12. den stationären Klinikbetrieb in Rochlitz ein. Dies teilte der Krankenhausbetreiber der Öffentlichkeit mit. Noch zu Beginn des Jahres 2015 stellte die LMK ein Strukturkonzept vor, welches den dauerhaften Erhalt des Standortes Rochlitz sichern sollte. Dieses sah eine Konzentration der Bereiche Chirurgie und Intensivmedizin am Standort Mittweida sowie einen Verbleib der Inneren Medizin und einen Ausbau zu einem ambulanten Gesundheitszentrum am Standort Rochlitz vor.

Das Konzept sei allerdings nur mit dem notwendigen ärztlichen Personal realisierbar gewesen. In den vergangenen Monaten habe sich die Situation in Rochlitz jedoch durch Kündigungen oder Mutterschutz gravierend verschlechtert, sodass der entstandene Ärztemangel nur durch Honorarärzte und Aushilfen vom Standort Mittweida kompensiert werden konnte, begründete Geschäftsführer Jens Irmer die Entscheidung in einer schriftlichen Stellungnahme. Nach der Schließung des Standortes Rochlitz am 18.12. soll dann auch die Innere Medizin nach Mittweida verlagert werden. "In Rochlitz verbleiben weiterhin ambulante Leistungen, das Medizinische Versorgungszentrum, die Physiotherapie, die radiologische Praxis sowie die Kurzzeitpflege", erklärte Irmer. In der Kommunalpolitik stieß die zeitnahe Schließung des Krankenhauses auf Kritik. Der CDU-Fraktionschef und Allgemeinmediziner in Rochlitz, Martin Grzelkowski, bedauerte die Nachricht sehr, da das Behandlungsspektrum nun enorm eingeengt werde. Jana Lang, Fraktionsvorsitzende der Linken ging noch weiter und sagte gegenüber der "Freien Presse": "Gesundheitsvorsorge wird nicht als Daseinsvorsorge verstanden. Im Gegenteil: Es ist zum knallharten Geschäft verkommen, bei dem es nicht mehr um die Bedürfnisse der Menschen geht."