Nach langer Bauzeit ist das Romanusbad Siebenlehn heute um 15 Uhr feierlich wieder eröffnet worden. Viele Gäste erlebten einen Moment, der weit über einen offiziellen Termin hinausging. Das traditionsreiche Freibad ist für Siebenlehn ein Ort des Sommers, der Begegnung und des Ehrenamtes. Nun zeigt es sich modernisiert, attraktiver denn je und gut gerüstet für kommende Generationen.
Zur Eröffnung kamen zahlreiche Gäste, die die Bedeutung des Bades für die Region würdigten. Andreas Grieß nahm in Vertretung von Staatsministerin Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, teil. Auch Landrat Sven Krüger, Oliver Fohl-Abt, Leiter Ländliche Entwicklung beim Landratsamt Mittelsachsen, sowie Bürgermeister Dr. Rolf Weigand und Christian Bartusch-Vorstand des Vereins Regionalentwicklung Klosterbezirk Altzella e.V.gehörten zu den Gästen. In den Reden wurde deutlich, wie viele Schultern dieses Projekt getragen haben.
Drei Bauabschnitte mit großer Wirkung
In drei Bauabschnitten wurden rund 2,4 Millionen Euro investiert. Die Schwimmbadtechnik wurde modernisiert, Rohrleitungen, Filter und Pumpen wurden erneuert. Das Kinderbecken erhielt eine hochwertige rutschfeste Folie, einen Wasserspielplatz, eine Kinderdusche und eine wasserspeiende Schlange als fröhliche Attraktion.
Im dritten Abschnitt wurde das Kombibecken saniert, mit neuer Folie, zusätzlichen Abläufen, moderner Technik, aufgearbeiteten Leitern und einem besseren Einstieg im Nichtschwimmerbereich. Damit ist das Romanusbad nun auch barrierefrei und behindertengerecht ausgestattet.
Ehrenamt mit Herz und Ausdauer
Besonders bewegend war die Rede von Herbert Grahl, dem Vorsitzenden des Fördervereins Romanusbad Siebenlehn e. V. Für ihn ist das Bad eng mit seinem Lebensweg verbunden, sein Lebenswerk praktisch. Bereits in den 1970er Jahren begann er dort als Rettungsschwimmer. Seitdem steht er mit großem Einsatz für den Erhalt und die Entwicklung des Romanusbades.
Die Stadt Großschirma stemmte gemeinsam mit dem Förderverein einen erheblichen Eigenanteil. Auch den Fördermittelgebern, dem Klosterbezirk Altzella, den Nachbargemeinden, Planerinnen und Baufirmen galt großer Dank.
Heute arbeiten im Bad 30 erwachsene und zehn Jungrettungsschwimmer. In 25 Jahren wurden 105 Rettungsschwimmer und Schwimmmeister ausgebildet. Das Romanusbad bleibt damit ein lebendiger Ort, an dem Gemeinschaft nicht nur gelobt, sondern täglich gelebt wird.
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