Rückblick: So war 2017 für Flöha

Resümee Oberbürgermeister Volker Holuscha hielt Weihnachts- und Neujahrsansprache

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Im Neubau der Alten Baumwolle soll Ende des Jahres ein Fachmarktzentrum öffnen. Foto: Ulli Schubert

Flöha. Oberbürgermeister Volker Holuscha hat in seiner Weihnachts- und Neujahrsansprache das zu Ende gehende Jahr durchaus als erfolgreich für die Stadt Flöha charakterisiert. Er verweist darin auf neue Formen der Wirtschaftsförderungen wie seine Betriebsbesuche bei ortsansässigen Unternehmen und auf die Dankeschön-Veranstaltung für Traditionsunternehmen der Stadt, welche über fünfundzwanzig Jahre im Wettbewerb stehen.

Projekte der Stadt kamen voran

Auch verschiedene Baumaßnahmen konnten abgeschlossen werden, so nach mehreren Jahren die Sanierung der Förderschule. "Die Laufbahn der Multisportanlage unserer Oberschule wurde erneuert. Der neue Investor des Neubaus in der Alten Baumwolle hat schnell und unbürokratisch seine Baugenehmigung erwirkt. Auch konnten wir durch entsprechende Umbauarbeiten im Wasserbau der Alten Baumwolle die Außenstelle der Agentur für Arbeit in unserer Stadt für weitere fünf Jahre erhalten", stellt der Oberbürgermeister fest.

Der Verkauf der ehemaligen Erweiterten Oberschule in der Schillerstraße an einen Privatinvestor, der daraus ein Wohn- und Geschäftshaus machte, zeigt, dass es auch nach vielen Jahren noch überraschende Lösungen geben kann.

OB spricht Politikverdrossenheit an

Volker Holuscha konstatiert aber auch "ein zunehmendes Misstrauen gegenüber der Politik, ein sich verstärkendes Unsicherheitsgefühl, ein Ausblenden positiver Entwicklungen vor Ort und das häufige Überbewerten von negativen Einzelerscheinungen lassen sich nicht leugnen. Bei Bürgern und kommunalen Verantwortungsträgern schleicht sich das Gefühl der Ohnmacht angesichts ständig komplizierter werdender Strukturen, Gesetze und Vorschriften ein. Sollte doch aber die staatliche Verwaltung aller Ebenen für das Land und ihre Bürger da sein und nicht umgekehrt."

Andererseits werde die Demokratie zunehmend als "Selbstbedienungsladen" interpretiert. "Die großen Herausforderungen unserer Zeit nehmen uns alle in die Pflicht! Nicht nur die große Politik. Nein, jeden Einzelnen von uns an seinem Platz in der Gesellschaft. Tendenzen der schleichenden Verrohung der Gesellschaft, dem sich ausbreitenden Egoismus oder der Gleichgültigkeit gegenüber jedweder Gemeinschaftsinteressen sowie der Spaltung der Bevölkerung sollte sich jeder stellen. Das Ehrenamt ist ein anschauliches Beispiel zur Stärkung unseres Solidargefühls", so der OB.