Ruine vorzeitig beseitigt

Brachen Geringswalde diskutiert über Verfahren mit weiteren Objekten

Geringswalde. 

Etwa eine Woche früher als geplant, wurden die Abrissarbeiten an der Wohnruine in der Leipziger Straße 45 in Geringswalde abgeschlossen. Der Verkehr, der zwei Wochen lang über die S200 in Hoyersdorf umgeleitet wurde, rollt bereits wieder durch das Geringswalder Stadtzentrum. Ursprünglich sollten die komplizierten Abrissarbeiten noch bis zum 3. Oktober anhalten. Bei den Arbeiten wurde ein einsturzgefährdetes Wohngebäude aus der Wohnzeile schrittweise abgetragen. Die Beseitigung von Brachflächen und Bauruinen ist eine der dringendsten Aufgaben und neben der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik das wichtigste Ziel der aktuellen Legislaturperiode, teilte Oberbürgermeister Thomas Arnold (parteilos) bereits nach seiner Wiederwahl mit. Nächstes Großprojekt sei daher die ehemalige Stuhlfabrik in der Bahnhofsstraße und die Ruine in der Arraser Straße, welche im Februar erst komplett ausgebrannt war. Die Fraktionen im Stadtrat diskutieren derzeit aber nicht nur über die Beseitigung dieser Ruinen, sondern auch über eventuelle Anschlussnutzungen. "Die Stuhlfabrik hat ein besseres Schicksal als den Abbruch verdient", gab der Altgeringswalder Ortsvorsteher Stefan Fischer (CDU) im Stadtrat zu Bedenken. Wie es mit der Brachflächennutzung weitergeht, hänge allerdings auch von finanziellen Mitteln ab.