Russisch-orthodoxer Chor

Spenden Erlöse für Altenheim in Novosibirsk

Am 6. Dezember wird in der Gemeinde Königshain-Wiederau der Chor aus Akademgorodok/Novosibirsk (Sibirien) den Familiengottesdienst ab 10 Uhr in der Kirche zu Wiederau begleiten. Am Nachmittag, ab 16 Uhr findet dann ein Benefizkonzert statt, in dem sowohl religiöse Lieder aber auch typische russische Volkslieder zu hören sind. Ziel der Konzerte in Sachsen, Thüringen und Bayern ist die Unterstützung ihrer russisch-orthodoxen Gemeinde beim Bau des Altenheimes "Hauses der Barmherzigkeit". Da es in Sibirien keine Sozialversicherungen und vom Staat finanzierte soziale Einrichtungen gibt, wird die Pflege von pflegebedürftig Menschen hauptsächlich von Angehörigen geleistet. Diese benötigen dringend Schulungen und Anleitungen zur Übernahme der Pflege. Zusätzlich zum Altenheim soll ein Beratungszentrum entstehen, in dem die Menschen der Gemeinde jederzeit bei Problemen Rat finden. Zur Unterstützung für Betroffene und ihrer Angehörigen wird ein Hospiz-Bereich eingerichtet, der für Gemeindemitglieder ohne Angehörige oder zum Schutz vor Überlastung der pflegenden Angehörigen dienen soll. Der Bau dieses Hauses finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Handwerker und Gemeindemitglieder erbringen ihre Leistung ehrenamtlich. Entsprechend langsam geht der Bau seit Jahren voran und das "Haus der Barmherzigkeit" fehlt.

Seit 2007 besteht der Kontakt zur Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) in Jena. Die russische Delegation wollte sich über das deutsche Sozialsystem informieren und weckte das Interesse und die Mithilfe bei der Unterstützung beim Aufbau des Altenheimes von Dr. Olaf Scupin, Professor für Pflegemanagement an der EAH Jena. 2007 flog eine erste deutsche Delegation nach Novosibirsk um sich vor Ort über das Altenpflegeheim zu informieren. In Zukunft sollen im Haus der Barmherzigkeit zirka 75 Bewohner und Patienten versorgt werden.