Sachsen düsen nach Finnland

IRRC Renaissance eines Klassikers

Didier Grams aus Limbach-Oberfrohna mit seinem BMW-Team um den Röhrsdorfer Chef Albrecht Wendritsch werden im nächsten Jahr wieder um den Meistertitel in der Internationalen Motorrad-Straßen Rennsport Meisterschaft (IRRC) kämpfen, nachdem die Titelverteidigung beim fünffachen sächsischen International Road Racing Championship Champion in diesem Jahr fehlschlug. "Nun auf ein Neues", meinte in dieser Woche der BMW-Pilot und schaut besonders auf ein Wochenende, das neu im Renn-Kalender neben den Niederlanden, Belgien, Tschechien und Frohburg auftaucht. Imatra in Finnland, der klassische WM-Straßenkurs, auf dem nach 30 Jahren wieder ein großes internationales Rennen mit der IRRC ausgetragen werden soll. "Das wird ein Spektakel, das wird eine neue Herausforderung für alle, obwohl die Logistik-Frage ein ordentliches Problem werden wird. Wir sind dann eine Woche unterwegs", meinten Wendritsch und Grams übereinstimmend. Aber Freude herrscht im Team, fahren sie doch auf einer Strecke, auf der die Großen der Motorsportwelt unterwegs waren, denn zwischen 1962 und 1986 wurden große Rennen ausgetragen. 18 Läufe davon hatten Weltmeisterschafts-Status, als der Große Preis von Finnland 1964 bis 1982 stattfand. Die letzten WM-Sieger waren Ivan Palazzese (125ccm), Christian Sarron ( 250ccm), Toni Mang ( 350ccm), der in jenem Jahr auch Weltmeister werden konnte und Rolf Biland/Kurt Waltisberg (Gespanne). Dass diese Premiere ein großer Erfolg werden soll, daran arbeiten jetzt schon viele Motorsport begeisterte Finnen. Eine Gruppe der Motorsport-Führungsriege stattete im September zum Frohburger Dreieck Rennen den Sachsen einen Besuch ab und der dortige Clubchef von Imatra Sami Backman äußerte sich gegenüber BLICK: ""Wir sind überzeugt, dass die Zuschauerzahl an diesem Renn-Wochenende 30.000 übersteigen wird. Wir wollen alles versuchen, eine tolle Veranstaltung zu präsentieren. Schließlich haben wir eine gute Tradition zu verteidigen", meinte Backman.

Für die Umbaumaßnahmen an sind 400.000 Euro geplant.