Sächsische Industriearchitektur

Ausstellung Porzellanfabrik zeigt eindrucksvolle Exponate

Industriegeschichte ist ein wichtiger Teil der sächsischen Kultur. Bis heute prägen die oft eindrucksvollen Fabrikgebäude des 19. und frühen 20. Jahrhunderts das Bild der sächsischen Städte und Regionen. Was bleibt jedoch von den Gebäuden, wenn es die ursprüngliche Nutzung nicht mehr gibt?

Verfallene und abgerissene Industriebauten hinterlassen vor allem in Sachsen Lücken im Stadtbild und es geht ein Stück Geschichte verloren. Mit der Umnutzung der alten Bauwerke lässt sich heute aber Vergangenes und Zukünftiges verbinden. Wie das im Ergebnis aussieht, veranschaulicht die Wanderausstellung "Industriekultur in Sachsen. Erhalten - erleben- erinnern", die am vergangenen Freitag in Freiberger Bergarchiv eröffnet wurde. Die Fotos des Leipziger Fotografen Bertram Kober zeigen restaurierte und nachgenutzte Industriebauten und auch Objekte, um deren Erhaltung noch gerungen wird.

Darüber hinaus erinnert die Ausstellung an inzwischen für immer verloren gegangene Industriedenkmäler. Ein besonderer Teil der Ausstellung widmet sich der Region Freiberg. Dieser ist im Rahmen eines industriearchäologischen Projektseminars des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (ITWG) von Studierenden der TU Bergakademie Freiberg unter der Leitung von Prof. Helmuth Albrecht erarbeitet wurden. Die Ausstellung kann bis zum 20. Februar 2016 besichtigt werden.