Sandros Mechaniker: "Einfach fantastisch"

Glücksmoment Ein Finne und ein Sachse feiern mit - was sonst noch interessierte

Teamchef Aki Ajo sah sich für seine Arbeit mit Cortese belohnt, nachdem beide in der Vergangenheit aneinandergeraten waren und sich getrennt hatten. Sandro fuhr im letzten Jahr bei Dirk Heidolf im Racing Team Germany. Nun klappte es im zweiten Versuch. Und so ließ auch der sonst so unterkühlt wirkende Finne seine Freude einfach heraus und umarmte seinen Schützling ein ums andere Mal. Wie das auch der junge Mann vom Sachsenring erledigte. Patrick Unger - Sandros Chefmechaniker aus Oberlungwitz - fand nicht so schnell die richtigen Worte: "Es ist einfach fantastisch. Ich freue mich so über Sandro und unsere gelungene Arbeit", meinte gerührt der Sachse. Danach wurden die Champagnerflaschen geöffnet.

Das war der Beginn einer Riesenparty. "Wir feiern bis zum Umfallen, das ist einfach notwendig", kündigte der Weltmeister an. Zuvor musste er eine Flut von Fragen der über 100 angereisten europäischen Journalisten über sich ergehen lassen. Und er tat es gern und mit Genuss. So, wie er bei plötzlich einsetzenden Monsungüssen auch schon die Nationalhymne mit geschlossenen Augen erlebt hatte. "Es war der emotionalste Moment meiner Karriere. Endlich bin ich da, wovon ich von frühester Kindheit an geträumt habe. Es ist wahnsinnig schön", offenbarte der KTM-Pilot.

Damit ist Sandro Cortese nach Werner Haas (1953), Dieter Braun (1970) und Dirk Raudies (1993) der vierte deutsche Weltmeister in der kleinsten Motorradklasse.

Die beiden ausstehenden Rennen in Australien und Valencia werden für Cortese zu Showauftritten. Gleichzeitig verabschiedet er sich damit aus der Moto3-Klasse, um im nächsten Jahr in der Moto2-Kategorie seine Visitenkarte abzugeben.