Sanierung des Schlosses Penig schreitet voran

Denkmaltag Hunderte Interessenten für die künftige Nutzung

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Paul Jung vor dem Neuen Schloß. Foto: Andrea Funke

Penig. Mit so einem großen Interesse an der Sanierung am Neuen Schloss hatte Bürgermeister Thomas Eulenberger sowie Forstwirt Paul Jung von der Forstverwaltung Prinz von Schönburg-Hartenstein, der in Vertretung des Prinzen zum Tag des offenen Denkmals nach Penig gekommen war, nicht gerechnet. Der Schlosshof füllte sich mit mehreren Hundert Menschen, die den Ausführungen der beiden Herren folgten.

Im neuen Schloss entstanden 23 barrierefrei Wohnungen

Die Stadt hatte beide Schlösser, das alte und neue, 1995 erworben sowie die Wasserrechte und den Mühlgraben. "Es war ein Wagnis damals, denn wir wussten nicht, wie es sich entwickeln würde", erinnert sich Eulenberger. Das neue Schloss beherbergt seit 20 Jahren 23 barrierefreie Wohnungen sowie die Bücherei, Frisör und den Polizeiposten. Beim alten Schloss verprellte der enorme Sanierungsbedarf Interessenten. Bis Familie Schönburg einen Sitz für ihre Forstverwaltung suchte und sich ihrer Liegenschaften in Penig erinnerte, von denen sie 1945 enteignet wurden.

Familie will das alte Schloss für Forstverwaltung nutzen

"So einen schnellen Entscheidungsprozess habe ich noch nicht erlebt, das ist sicher auch nur in einer Familie möglich", berichtet das Stadtoberhaupt und erläutert den Besuchern die Bauarbeiten. In den rechten Anbau zieht nach Fertigstellung die Forstverwaltung ein. Darüber werden Zimmer für Saisonkräfte vorgehalten. Das linke Gebäude wird zu einer Orangerie umgebaut, welche für Hochzeiten, Feiern und Konzerte zur Verfügung steht. Im Haupttrack wird es neben dem Empfang einen Raum für öffentliche Veranstaltungen geben. Darüber befinden sich dann die privaten Räume der Familie.

Bei der Sanierung wurde eine ehemalige Kapelle entdeckt, die wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt wird.



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