Sanierung endet mit Gottesdienst

Friedhof Erste Trauerfeiern finden wieder statt

Die ersten Trauerfeiern konnten bereits wieder in der sanierten Trauerhalle auf dem neuen Friedhof in Mittweida durchgeführt werden. "Die Innensanierung der Kapelle stellte den Abschluss der umfangreichen Arbeiten seit 2001 im Gesamtwert von rund 450.000 Euro dar. Dazu gehörte die Dacherneuerung sowie das Pflastern und die Gestaltung des Parkplatzes", erklärt Friedhofsverwalter Thomas Ulbricht. Die Elektrik in der Kapelle war marode und stammte noch aus den Anfangsjahren, auch die veraltete Heizung musste erneuert werden. Zudem rückte ein Bagger an, um den Fußboden 40 Zentimeter tief auszubaggern und Raum zu schaffen für eine ausreichende Betonschicht. Dabei wurden im vorderen Bereich des Gebäudes Kanäle verlegt für die elektrische Heizung unter den Sitzreihen. Kugelgarn, ein strapazierfähiger Belag, wurde in der gesamten Kapelle ausgelegt. Gleichfalls fand man für die Heizungsstrahler an den Wänden eine Lösung. "Nur in der Heizperiode sind sie auf Ständern montiert und passen sich in die Ausstattung ein. Im Sommer kann man die Strahler insgesamt entfernen", berichtet Thomas Ulbricht, der seit 1999 den Friedhof samt Gebäuden mit einem zehnköpfigen Team bewirtschaftet. Rund 190 Bestattungen, davon um die 160 als Urne verzeichnet Thomas Ulbricht in Mittweida jährlich. Zurzeit ist das zehn Hektar große Gelände zu 40 Prozent ausgelastet.

1902 reichte der Platz an der Stadtkirche nicht mehr aus und es begannen umfangreiche Planungen für eine neue Friedhofsanlage außerhalb der Stadt. Die Architektenfirma Schilling und Graebner übernahmen diese Aufgabe. 1915 wurden die Gebäude mit Kapelle, deren Einweihung 1919 erfolgte, errichtet.