Sanierung kostet über 1 Millionen Euro: Bauauftakt in Mittweidaer Kulturdenkmal

Das Objekt wurde im Frühjahr des Jahres gekauft

Mittweida

In der Gewerbeimmobilie an der Heinrich-Heine-Straße 39 in Mittweida beginnen die ersten Arbeiten für die Instandsetzung und Sanierung des unter Denkmalschutz stehendenden Gebäudes.

Das Objekt wurde im Frühjahr gekauft

In diesem befinden sich die Musik- und Volkshochschule Mittweida. Die Landkreis Mittelsachsen Servicegesellschaft mbH (LMSG), eine Tochtergesellschaft des Landkreises, hatte das Objekt im Frühjahr dieses Jahres zum Preis von rund 450.000 Euro gekauft. „Während wir den Kauf aus Eigenmitteln finanzieren konnten, erfolgt die Sanierung kreditmittelfinanziert“, so Ingmar Petersohn, Geschäftsführer der LMSG. Er geht von einer Refinanzierung des Erwerbs innerhalb von 20 Jahren aus.

Bauauftakt steht in den Startlöchern

Der LMSG-Geschäftsführer ist am Donnerstag gemeinsam mit Mittelsachsens Landrat Sven Krüger sowie Vertreterinnen und Vertretern der landkreiseigenen Mittelsächsischen Kultur gGmbH, die Betreiberin der Musik- und Volkshochschule Mittweida ist, dem Architekten sowie des Tiefbauunternehmens in Mittweida zusammengekommen, um über den Bauauftakt zu informieren.

Sanierung kostet über 1 Millionen Euro

Einer ersten Schätzung seitens eines Architekturbüros zufolge wird die Sanierung rund 1,33 Millionen Euro kosten. „Ziel ist, dass hier am Standort ein moderner und attraktiver Raum für die Menschen in der Region zum Lernen und Begegnen entsteht“, so Landrat Sven Krüger.

Betrieb wird weiterlaufen

Der Betrieb in der Volkshochschule und in der Musikschule soll parallel zu den Bauarbeiten weiterlaufen. „Um den Unterricht möglichst wenig zu beeinflussen, lassen wir das Objekt schrittweise instand setzen“, so Ingmar Petersohn.

Die Bauarbeiten starten

Aktuell erfolgt die Trockenlegung. Dafür steht bereits ein Bagger bereit. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen die Dach- und Fassadenreparatur erfolgen und die ersten Fenster in Ordnung gebracht werden. Für 2026 stehen die Erneuerung der Heizung sowie die weitere Fenstersanierung auf dem Plan. „Bis Ende 2029 sind zudem die Erneuerung Sanitäranlagen inklusive aller Steigleitungen, der komplette Austausch der Elektrik, der Abschluss der Fenstersanierung sowie Dämmarbeiten und die weitere energetische Sanierung der Immobilie vorgesehen“, erläutert Petersohn. Landrat Krüger ergänzt: „Wir wissen, dass die Arbeiten dennoch Auswirkungen auf den Betrieb haben werden. Deshalb bitten wir die Nutzerinnen und Nutzer schon jetzt um Verständnis für lärmintensivere Arbeiten. Aber wir verfolgen alle dasselbe Ziel: Dass dieses Kulturdenkmal an Strahlkraft zurückgewinnt und sich die Lehr- und Lernbedingungen für alle verbessern.“ Dennoch wurde der Zeitplan von vornherein so aufgestellt, dass etwa der Fenstereinbau für die Sommerpause der Schulen vorgesehen ist und Innenarbeiten gegebenenfalls nur zur bestimmten Tageszeiten stattfinden werden.

Freude aufgrund des Bauauftaktes

„Wir freuen uns über den Start der Bauarbeiten. Ich persönlich hoffe auf eine bessere Akustik“, so Philipp Zenker, stellv. Leiter der Musikschule. Eyk Sensel, Leiter der Volkshochschule, ergänzt: „Wenn sich die Bedingungen verbessern, wird das sicher einen positiven Einfluss auf die Qualität unseres Kursangebots in Mittweida haben.“ Vorbesitzer der Immobilie ist die Hochschulstadt Mittweida. „Der dauerhafte Erhalt des Standortes ist sowohl wichtig für die Stadt Mittweida als auch für den gesamten Landkreis“, so Landrat Sven Krüger abschließend.

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