Sanierungsarbeit mit Detailfreude

Umbau Haus bot beste Möglichkeiten

Eigentlich, so gibt Sonja Unruh-Laue zu, sollte so bald an dem Seitentrakt des Postgebäudes gar nichts gemacht werden. Der Eigentümer, die Immobilienverwaltung Postplatz KG, wollte sich weiterhin mehr auf das Haupthaus konzentrieren.

Als dann allerdings vor zwei Jahren die beiden Zahnärzte Michael Dietze und Henry Heinrich auf sie zukamen, weil sie neue Praxisräume suchten, war dies praktisch eine Initialzündung dafür, nun doch diesen Teil der Immobilie in Angriff zu nehmen. Das Ergebnis ist beeindruckend. "Dafür muss auch allen beteiligten Firmen einmal ein großes Dankeschön gesagt werden", so Unruh-Laue. "Was hier geschafft wurde ist einfach großartig." Es wurde nicht nur Wert auf die praktischen Aspekte gelegt, sondern auch der Ästhetik viel Raum geboten. So sind die Eingangstüren nach historischem Vorbild gestaltet. Und die Fliesen, allesamt Unikate, zeugen im Detail von jener Zeit, als das Haus Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Neben der Zahnarztpraxis ist auch das dazugehörige zahntechnische Labor mit in das Gebäude gezogen. Zudem finden sich hier auch die neuen Räume des Yoga-Studios von Gesine Adam. Im Hauptgebäude wäre all das, was hier gelungen ist, nicht möglich gewesen. Der ehemalige Versorgungstrakt der Post aber bot die besten Bedingungen. Vor allem die Möglichkeit, vorhandene Wände zu verschieben, das Innenleben des Hauses variabel gestalten zu können, war entscheidend. So wurde auf kluge Art und Weise ein weiteres Stück Freiberger Sanierungsgeschichte geschrieben.