Schüler gestalten gemeinsam mit Künstler bunte Schulhausfassade

Bildung Schüler liefern Ideen für ein großes Wandbild - Guido Günther bringt es an

Langenleuba-Oberhain. 

Langenleuba-Oberhain. EU-Abgeordneter Peter Jahr (2.v.l.) und Künstler Guido Günther (l.) entwickelten mit Viertklässlern aus Oberhain erste Entwürfe für die farbige Gestaltung eines Teils der Schulhausfassade. Bei diesem Workshop bekam auch der Künstler den Auftrag von Peter Neunert, Geschäftsführer des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum, überreicht.

 

Erste Ideen mit Spraydosen ausprobiert

Entstehen soll nun ein acht mal vier Meter großes Wandbild zum Thema "Mein Platz zum Wachsen". Bei den ersten Versuchen durften sich Schüler mit Spraydosen ausprobieren. "Das Wandbild wird aber mit Fassadenfarben und Pinsel aufgebracht. Ideen dafür sammle ich mit den Schülern gemeinsam. Auf dem Gerüst stehe ich dann mit einem Kollegen, aus Sicherheitsgründen ohne Kinder", so Guido Günther von der Kreativagentur Rebel-Art.

Zuvor hatten die Schüler im Unterricht bereits Schriftproben erarbeitet. "Das Kunstprojekt wird uns eine Weile im Unterricht begleiten. Die Kinder sind Ideenreich", erklärt Kunstlehrerin Manuela Wagner. Das Sächsische Umweltministerium hatte 2018 den simul+ Wettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" ausgelobt. Gefragt waren Ideen zur Gestaltung lebenswerter Gemeinden sowie kreative Konzepte zur Entwicklung des gemeinschaftlichen Lebens und Zusammenhalts im ländlichen Raum.

 

Kunst in ländliche Regionen bringen

Der Wettbewerb fand eine sehr große Resonanz. 334 Beiträge wurden eingereicht. 14 Gemeinden und das Sächsische Landeskuratorium Ländlicher Raum (SLK) erhielten Prämien. In der Kategorie Kunst, Kultur, Identität auf dem Land gewann das SLK mit seinem Wettbewerbsbeitrag "Blickpunkte-Kunst im ländlichen Raum". Die künstlerischen Arbeiten sollen zum Nachdenken über Werte, Lebenseinstellungen und soziale Beziehungen anregen.

Peter Neunert stellte bei der Übergabe fest: "Im ländlichen Raum ist Kunst nicht so sehr vertreten wie in den Städten. Dies soll nun geändert werden unter anderem mit solchen Wettbewerben". Peter Jahr, der selbst in einem kleinen Dorf beheimatet ist, lies sich nicht lange bitten und griff auch zur Sprühdose. "In Kunst hatte ich in der Schule eine drei bis fünf. Das hat mich schon geärgert".