Schülerticket ab 2013 teurer

Preisanstieg Eltern von Schülern müssen künftig tiefer in die Tasche greifen

Die Eltern im Landkreis Mittelsachsen müssen ab dem nächsten Jahr für die Schülerbeförderung ihrer Kinder tiefer in die Taschen greifen. Das wurde vergangene Woche vom Zweckverband des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) entschieden. Der Eigenanteil für das Ticket wird ab 2013 für Grundschüler 110 Euro und für Schüler ab der fünften Klasse 145 Euro kosten. Bislang wurden dafür 80 Euro einheitlich verlangt. Der Landkreis als auch der VMS tragen ab nächstem Jahr Dreiviertel der Kosten bei den Grundschülern mit. Bei den Schülern aber der Klassenstufe 5 sind es zwei Drittel. Damit werden Eltern mit 25 sowie 33 Prozent an der Schülerkarte beteiligt. Der VMS begründete die neuen Tarife mit den erhöhten Kosten für die Verkehrsleistungen. "Die steigenden Kraftstoff- und Energiepreise wirken sich massiv auf die Verkehrsunternehmen aus", sagte die VMS-Sprecherin Silke Dinger. Außerdem müsse der VMS zukünftig für die Anschaffung seiner neuen Fahrzeuge mit Eigenmitteln aufkommen. Bislang gab es dafür Fördergelder vom Freistaat. Die neuen Ticketpreise, die auch im Landkreis Zwickau und dem Erzgebirgskreis ab dem nächsten Jahr greifen, stoßen bei den Betroffenen auf heftige Kritik. So wollen vor allem die Kreiselternräte aus den drei Regionen die neu Tarif-Satzung nicht akzeptieren. Sie fordern unter anderem, dass die Mindestentfernungen, ab denen eine Erstattung der Fahrtkosten verlangt werden kann, herabgesetzt und die Vorgaben für die zumutbaren Warte- und Fahrzeiten gesenkt werden. Für den VMS ist das aber derzeit kein Thema.