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Schönheitskur wird teurer

Umgestaltung Altmittweida muss für Pausenhof 94.000 Euro mehr planen

Die Altmittweidaer Gemeinderäte haben in ihrer jüngsten Sitzung Bürgermeister Jens-Uwe Miether per ermächtigt, weitere Bauleistungen für die bereits seit 2013 laufende Grundschulsanierung in Eigenregie zu vergeben. Bei der letzten umfangreichen Baumaßnahme handelt es sich um eine Neugestaltung des Pausenhofes, die deutlich mehr kostet als anfangs geplant. Damit die Umgestaltung realisiert werden kann, muss die Verwaltung knapp 94.000 Euro zusätzlich aus dem kommunalen Investitionshaushalt schöpfen. Geld, das eigentlich dieses Jahr in die Freibadsanierung fließen sollte. "Bei der Kalkulation für die Neugestaltung der Außenanlagen wurde 2011 von einer Minimalvariante ausgegangen", erklärt Miether. Das ursprüngliche Konzept zur Umgestaltung wurde damals vor seiner Amtseinführung als Gemeindeoberhaupt zu Papier gebracht. Nach der weitgehenden Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im Schulhaus und einer erneuten Überprüfung des Außengeländes wurde festgestellt, dass dort ein deutlicher Mehraufwand nötig ist. Die Befestigung des Schulhofes wurde 2011 lediglich mit einem Mindestmaß von rund 250 Quadratmetern bei einer Gesamtfläche von fast 1.150 Quadratmetern angesetzt. Der Rest sollte nur geebnet werden. "Um den Schulhof auszubauen, sind allerdings rund 400 Kubikmeter Schotter als Frostschutz nötig", betont Miether. Weiterhin sollen 45 Prozent des Hofes gepflastert werden. "Etwa ein Viertel der Fläche könnte später für Spiel und Sport mit einer Deckschicht, der Rest dann mit Rasen sowie Gitterplatten versehen werden", blickt er voraus. Die Weitsprunganlage muss hergerichtet werden. Außerdem ist für den Eingang der Grundschule eine Treppenanlage vorgesehen. Der Pausenhof, der später mit Gestaltungs- sowie Aufenthaltselementen aufgepeppt wird, erhält zwei Tore. "In Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind auf lange Sicht ein umfassender Ausbau und die Neugestaltung der Freianlagen sinnvoller als Instandsetzungen für nur wenige Jahre", betont der Bürgermeister. Für die Baumaßnahme wurden über 123.800 Euro im kommunalen Haushalt eingeplant. Unterstützt wird das mit fast 47.000 Euro europäischen Fördergeldern. Aufgrund der gestiegenen Kosten muss die Umbaumaßnahme im Freibad auf 2015 verschoben werden.