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Schaufenster Heimat: Die Stadt-Geschichte erleben

Museum Tapetenfabrik Europa wird in Hainichen vorgestellt

Hainichen. 

Hainichen. Dass es neben dem Gellert-Museum in der Stadt an der Kleinen Striegis mit dem "Schaufenster Heimat" im Gebäude der ehemaligen Webschule, Albertstraße 1, noch ein zweites Haus gibt, in dem die Stadt-Historie gepflegt wird, ist vielen sicher noch nicht so bekannt.

Mehrere ehrenamtlich arbeitende Frauen unterstützen mit ihrem Engagement das Gellert-Museum, in dem sie sich neben der Arbeit zu Hainichens bekanntestem Sohn Christian Fürchtegott Gellert (1715 bis 1769) auch anderen Themen aus der Geschichte der Stadt widmen. So geht es in der aktuellen Jahresausstellung um den Tapetenfabrikanten Ottokar Johann Vaclav Anderlik (1870 bis 1945), der Hainichener Produkte über sein Unternehmen Tapetenfabrik Europa auch international bekannt machte, wie beispielsweise in Belgien.

Von Pappendorf nach Hainichen

"Ursprünglich befand sich die Produktionsstätte in Pappendorf", fand Ursula Kolb bei ihren aufwändigen Recherchen über Anderlik heraus. Da die Stadt Hainichen auch an diesem Investor interessiert war, machte die Stadt einige Zugeständnisse, damit sich Anderlik für Hainichen entscheidet. So kommt es, dass auf dem Gelände der späteren Barkas-Werke an der Gottlob-Keller-Straße die Tapetenfabrik Europa mit einem Betriebsgelände von reichlich 13.500 Quadratmetern errichtet wird.

Zwischen 1907 und 1936 werden hier viele geschmackvolle, qualitativ hochwertige Tapeten gefertigt, wie die Fachwelt bestätigte. Das Unternehmen hat in Spitzenzeiten bis zu 70 Beschäftigte. Die Ausstellung wird noch bis zum 28. April 2019 gezeigt. Weitere telefonische Informationen unter 037207 2498.



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