Schellenberger Brücke hat eine lange Geschichte

Rundwanderung Historie reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück

Schellenberg. 

Schellenberg. Der Ortschaftsrat Schellenberg möchte gemeinsam mit den Einwohnern einen Schritt in die Normalität wagen.

Deshalb lädt Ortsvorsteher Jörg Porstmann für den 20. Juni zur traditionellen Rundwanderung ein. Der Start erfolgt 13.30 Uhr, Treffpunkt ist der Rastplatz an der Brücke, die zwischen Schellenberg und Leubsdorf die Flöha überspannt. Eine erste Erwähnung dieses Bauwerks stammt aus dem 16. Jahrhundert. Später wurden die Holzkonstruktionen immer wieder durch Hochwasser oder Eisgang zerstört und danach wieder aufgebaut.

1854 erfolgte die Einweihung eines Bauwerks aus Stein . Es kostete damals 2497 Thaler und 18 Neugroschen. Im Laufe der Zeit wurde die Brücke immer mehr beansprucht. Der Automobilverkehr entwickelte sich und nahm zu. So führte ab 1928 zum Beispiel die Buslinie Augustusburg-Eppendorf - Freiberg über diesen Abschnitt.

Nach der Wende wurde die Brücke immer mehr baufällig, Reparaturen konnten den zunehmenden Verfall nicht aufhalten. Schließlich wurde nach langem Kampf endlich ein Neubauprojekt umgesetzt, das 2014 eingeweiht wurde. "Unser Ortschronist Detlef Biermann hat sich im Zuge seiner Arbeiten auch um die Historie dieser Brücke gekümmert. Er wälzte in der Vergangenheit nicht nur zu diesem Thema unzählige Unterlagen in verschiedenen Archiven", sagt der Schellenberger Ortsvorsteher Jörg Porstmann.