Scherzhafter Weihnachtsmarkt in Lunzenau

Bilanz Seit vielen Jahren lädt der Prellbock im September ein

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In der Ausstellung "Malen nach Zahlen" wählten die Besucher ihren Favoriten aus. Foto: Andrea Funke

Lunzenau. Schon von weitem waren am Samstag Weihnachtslieder an der Gaststätte Zum Prellbock zu hören. "De Kuchn Lunzner" trällerten diese mit roten Weihnachtsmützen auf dem Kopf und auch die Montagssänger stimmen später weihnachtliche Weisen an. Auch ein wandelnder Weihnachtsbaum Namens Steffi Geithner war unterwegs und bot den Besucher des frühesten Weihnachtsmarktes in Sachsen gedrechselte Unikate an.

"Ich bin zum siebten Mal dabei und finde es gut, dass Prellbock-Betreiber Matthias Lehmann auf sarkastische Weise auf die jetzt schon vollen Läden mit Weihnachtszeug anspielt", sagt die Burgstädterin. An einer Wand hängen fast 50 Zeichnungen, die können von den Besuchern bewertet werden.

Gemalt wird nach dem Bezahlen

Das sind Zeichnungen von Gästen aus dem Prellbock, gesammelt vom Wirt übers gesamte Jahr. "Nachdem ich abkassiert habe, drücke ich den Gästen Stifte und ein Blatt Papier in die Hand und bitte sie einfach zu malen, was ihnen spontan einfällt. Ich mache es mit Absicht nach dem Bezahlen, damit spontane Zeichnungen entstehen, das ist der Gag an der Sache", erklärt Matthias Lehmann, der gern seinen Schabernack mit anderen treibt.

Auch der Mützenzielwurf-Wettbewerb auf einen Kleiderständer darf natürlich bei solch einem Fest nicht fehlen. Da der Baum aus ökologischer Sicht seit Jahren immer wieder verwendet wird, hat er nun keine Nadeln mehr. Aber das stört hier eigentlich niemanden. Außerdem haben die dürren Zweige einen schmucken roten Anstrich erhalten.