Schloss Augustusburg im Rausch der Geschwindigkeit

Ausstellung Neue Sonderschau im Motorradmuseum eröffnet

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Unterwegs mit der BMW WR 750. Das "schwarzer Boxer" genannte Motorrad ist das Leitexponat der Sonderausstellung auf Schloss Augustusburg. Foto: BMW Group Archiv München

Augustusburg. Ende März wurde im Motorradmuseum auf Schloss Augustusburg die neue Sonderausstellung "Rekordjagd auf zwei Rädern" eröffnet. Die einzigartige Sonderschau zeigt 15 historische Rekord- und Rennfahrzeuge aus sechs Jahrzehnten und erzählt die Geschichte des unbändigen Eifers um Geschwindigkeitsrekorde und Hochleistungstechnik.

Leitexponat ist das Motorrad BMW WR 750 Kompressor, der "schwarze Boxer" genannt. Damit katapultierte sich 1935 der Rennfahrer Ernst Henne auf einer Waldschneise entlang der Autobahn Frankfurt-Darmstadt mit 254 km/h an die Weltspitze. Das Unikat stammt aus dem Fundus der BMW Group Classic München und wird nun auf Schloss Augustusburg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Sonderausstellung zeigt die schnellsten Räder

"Wir sind außerordentlich erfreut, diese ganz besonderen, hochkarätigen Motorräder in unserem Museum auf Schloss Augustusburg zeigen zu können und damit unser Motto Renaissance trifft Bikes in ein neues Licht zu stellen", so Patrizia Meyn, die Geschäftsführerin der Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH.

Die Sonderausstellung ist ein Kooperationsprojekt und wird 2019 in das "Deutsche Zweirad- und NSU-Museum" Neckarsulm und 2020 in den "PS-Speicher" Einbeck bei Hannover weiterwandern. Andere Rekordfahrzeuge heißen "Liegestuhl" oder "projectil". Sie lassen den internationalen Wettstreit um die schnellsten zwei Räder in Deutschland, Großbritannien und den USA nachvollziehen. Inzwischen liegt die Rekordgeschwindigkeit bei mehr als 350 Stundenkilometern.

Mit der Vorbereitung der Sonderschau im Motorradmuseum hat sich Uwe Meinig, der langjährige Museumsleiter der ASL-Schlossbetriebe gGmbH, in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger in dieser Funktion ist Andreas Quellmalz, der seit 2011 Museumsleiter des Robert-Sterl-Hauses in Naundorf in der Sächsischen Schweiz war.