Schloss soll wieder einen Nutzen haben

Unterstützung Förderverein für Schloss Ringethal gegründet

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Der Vorsitzende des Fördervereines Schloss Ringethal, Ernst Michael Weidauer, hat von seinem Arbeitszimmer im Alten Pfarrhaus das betagte Gebäude immer bestens im Blick. Foto: Uwe Schönberner

Ringethal/Mittweida. "Von nichts kommt nichts", so lautet ein Sprichwort, das in vielen Fällen für Dinge zutrifft, die nur etwas werden, wenn sich jemand dafür engagiert. So ist das auch im Falle des ehemaligen Schlosses von Ringethal.

Zwar hat sich die Stadt Mittweida schon vor Jahren dazu positioniert, das historisch wertvolle, aus dem 18. Jahrhundert stammende und seitdem baulich kaum veränderte, ehemalige Schloss im Mittweidaer Ortsteil Ringethal nicht dem Verfall preis zu geben. Doch allein mit der rund 290.000 Euro teuren Dachrestaurierung, inklusive Erneuerung des Dachstuhles und weiterer Sanierungsmaßnahmen, wie Zimmermanns-, Holzschutz- und Steinmetzarbeiten, die im vergangenen Jahr erfolgten, ist das Gebäude auf Dauer nicht zu erhalten.

Ein neuer Verein entsteht

Deshalb fanden sich kürzlich einige engagierte Personen zusammen, um den Förderverein Schloss Ringethal zu gründen. Mit zwölf Gründungsmitgliedern, darunter ein fünfköpfiger Vorstand, nahm der Förderverein am 6. April seine Arbeit auf, um den Erhalt des Ringethaler Schlosses an der Zschopau zu sichern und nachhaltig zu fördern.

Vorläufiger Vorsitzender des neu gegründeten Vereins ist Ernst Michael Weidauer, der als Heimleiter des Freizeitheims und Gemeindepädagoge in der Kirchgemeinde Ringethal arbeitet. Professor Detlev Müller, der ebenfalls in Ringethal wohnt, übernahm die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden.

Große Pläne für das Schloss

"Das Schloss-Areal soll schließlich mit in die Feierlichkeiten anlässlich 800 Jahre Ringethal eingebunden werden", nennt der neue Fördervereins-Vorsitzende Ernst Michael Weidauer ein gewichtiges Argument für die Vereins-Gründung. "Das große Ziel unseres Engagements für das Schloss ist es, langfristig eine Lösung zur Nutzung zu finden, damit das Schloss eigenwirtschaftlich existieren kann", sagte Weidauer.

Bis 1996 war im Schloss eine Grundschule untergebracht. Seitdem steht das Gebäude leer. Nur zwischen 2006 und 2008 waren Teile des geplanten Titanic-Museums hier eingelagert. Aus dem Projekt wurde allerdings letztlich doch nichts.