Schneelasten - eine Gefahr für die Dächer?

BAU Fachmann informiert bei älteren Dächern

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Bei Schnee, Eis und Kälte können keine Dachdeckerarbeiten ausgeführt werden. Foto: Andrea Funke/Archiv

Mittweida. Das Jahr neigt sich immer mehr dem Ende zu und der Winter steht bereits vor der Tür. In wenigen Wochen wird es wieder schneien. Für die einen bedeutet das eine große Freude mit Schneemann bauen und Schlitten fahren. Für Hausbesitzer ist starker Schneefall hingegen oft eine Plage. Nicht nur die Wege müssen beräumt werden, auch für das Dach des Eigenheims wird eine hohe Schneelast oft zum Problem.

Moderne Dächer sind dabei etwa für eine Belastung von 100 Kilogramm auf einem Quadratmeter ausgelegt. Ältere Dächer halten oft weniger aus. Je nach Art des Schnees kann das zum Thema werden. Wie der Zentralverband des Deutschen Dachhandwerks vorrechnet, bringt eine zehn Zentimeter dicke Schicht Pulverschnee etwa 15 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Waage. Bei der gleichen Menge Nass-Schnee sind es bereits bis zu 40 Kilogramm pro Quadratmeter. Eine dicke Eisschicht wiegt sogar bis zu 90 Kilogramm pro Quadratmeter.

Ein Fachmann kann helfen

Besonders anfällig für Schneelasten sind dabei Flachdächer. Aber auch 10 bis 20 Jahre alte Dächer sind bei einer hohen Belastung gefährdet und können einbrechen. Vor dem Winter empfiehlt sich daher eine Wartung durch einen Dachdecker durchführen zu lassen. "Dabei können Kleinigkeiten mit wenig Aufwand beseitigt und damit größere Schäden verhindert werden", sagt Ullrich Geier vom Dachdeckerbetrieb Geier Bedachung aus Mittweida.

Die Wartungsarbeiten sollten noch in den kommenden Wochen des Herbstes von Fachleuten durchgeführt werden. Die Dachdecker beseitigen dabei auch Verschmutzungen und Laub in den Dachrinnen und Fallrohren. Damit kann den häufigsten Schäden am Dach durch das Zufrieren der Wasserableitung vorgebeugt werden.

Nach der Wartung durch den Fachmann sollte das Dach gut auf den Winter vorbereitet sein. Wird dieser allerdings mit viel Schnee besonders streng und hart, sollte erneut der Fachmann von einem Dachdeckerbetrieb gerufen werden.

Er beseitigt den Schnee vom Dach, was für den Laien zu gefährlich ist und wiederholt zu Unfällen durch einbrechen oder abrutschen führt. Auch Eiszapfen werden bei der Dachräumung entfernt. Sie entstehen durch stetiges tauen und gefrieren des Schnees auf dem Dach, was ein Hinweis auf schlechte Dämmung sein kann.